05.08.2010, 13:11
LAAAAAAAAAAAAAAAAAPTOP ist da...aber muss gleich arbeiten. Am WE hab ich dann wieder mehr Zeit.
06.08.2010, 06:24
Guten Morgen,
das freut mich, dass alles wieder gut ist.
Werde das WE abwarten und am Montag
morgen hier wieder vorbeischauen.
Versüße mir den "schrecklichen Montagmorgen"
LG Yvonne
08.08.2010, 17:36
Sarah v L. hat geschrieben:Am WE hab ich dann wieder mehr Zeit.
es ist *sonntag* 18 uhr ...
sabam
08.08.2010, 17:40
schau ma in "Ein ganz anderer Anfang- Runde 2"
09.08.2010, 15:15
Sarah v L. hat geschrieben:schau ma in "Ein ganz anderer Anfang- Runde 2"
ja, sorry.
aber - (wie sage ich es zu dir) ich mag carla und stella auch in deiner geschichte "ein ganz anderer anfing". wirklich.
aber mehr noch im "schloss lahnstein" .-) seufz. sie sind einfach - wunderbar.
sabam
09.08.2010, 15:33
heute abend schloss lahnstein, versprochen
09.08.2010, 19:33

Ich habe auch schon Entzugserscheinungen. Sorry, Sarah, aber Du schreibst einfach genial. Der Suchtfaktor ist gross.
09.08.2010, 20:37
ich hoffe, da sind jetzt keine Wiederholungen drin. Wenn doch, verzeiht es mir.
“Oma, Mama hat gesagt, dass du es nicht leicht hattest. Hast du dir jemals gewünscht, dass du dich für Männer interessierst?”
Sie saßen am Rand des Pools auf der Veranda. Jedes Pärchen in seiner eigenen Hollywoodschaukel. Auf dem Tisch in der Mittel flackerten ein paar Kerzen. Auch wenn es Winter war, so konnten sie hier mit einem etwas dickeren Pulli sitzen ohne zu frieren.
“Oh so kann man das nicht sagen. Ich interessiere mich für Männer…” Sie machte eine Pause. “So lange ich mit ihnen keine Zärtlichkeiten oder Intimitäten austauschen muss. Aber für mich gab es nichts besseres, als einen Pokerabend mit meinen männlichen Kollegen.”
“Ich glaube mein Schatz, das ist deine burschikosere Seite. Man kann nicht immer nur eine erhabene Gräfin sein.” Noemi streichelte den Handrücken ihrer Freundin. Sie sahen sehr süß zusammen aus. Zwei ins Alter gekommene Damen, die sich verliebt in die Augen schauten wie zwei Teenager.
Stella schaute immer abwechselnd erst die alte Carla ihr gegenüber und dann wieder ihre Carla neben ihr an. Es war als würde sie in das Gesicht von Zwillingen schauen. Die gleichen Gesichtszüge. Das gleiche Blau der schönen Augen. “Wie war es, als sie, ich meine als du herausgefunden hast, dass du auf Frauen stehst?”, fragte sie. “Ich hoffe ich gehe mit dieser Frage nicht zu weit.”
“Verwirrend. Ich meine, wer denkt sich nicht, dass es unnormal ist, was er oder sie fühlt. Ich glaube, dass war damals noch schlimmer als heute. Die Gesellschaft ist heute weiter als damals. Man muss sich als lesbisches Pärchen nicht mehr verstecken.”
“Und wie war das dann? Bist du in der Szene losgezogen und hast dir deine Freundinnen gesucht?”, fragte Stella weiter.
“Das was man heute Szene nennt gab es zu der Zeit noch nicht. Es gab vereinzelte Partys für unseres Gleichen. Aber wenn ich ehrlich bin, haben mich diese Partys nie gereizt. Und wenn man es genau betrachtet, habe ich alle meine Freundinnen auf anderen Wegen kennengelernt., zumindest die mit denen ich länger zusammen war.”
“Kannst du uns davon erzählen?”
“Vorher hole ich uns etwas zu trinken”, warf Noemi ein. “Mich interessiert die Geschichte nämlich auch.” Sie gab Carla einen Kuss auf die Wange und verschwand durch die Verandatür.
Als sie mit vier Gläsern Rotwein auf einem Tablett zurückkam, fuhr Carla fort. Sie erzählte die Geschichte, wie sie Hannah kennen gelernt hatte und wie sehr es ihr das Herz zerrissen hatte, als sie gestorben war. Ein paar kleinere Affären fasste sie kurz zusammen. Auch wenn einige Zeit vergangen war, musste Noemi nicht all ihre Fehltritte wissen. Letztlich endete sie bei Susanne. Und es tat ihr weh, das spürte Noemi.
“Ich werde dich nie so verletzen.”
“Ich liebe dich”, entgegnete Carla.
“Hattest du schon immer den Kinderwunsch?”, fragte Carla.
“Nein. Eigentlich hatte ich mit dem Gedanken ein Kind zu bekommen abgeschlossen, als für mich klar war, dass ich nie einen Mann haben würde.”
“Und wie kam es dann dazu?” Es beutete so viel mehr die Geschichte aus Carlas Mund selbst zu hören, als nur von ihrer Mutter.
“Susanne und ich”, sie verzog das Gesicht, “wir waren schon lange zusammen. Das einzige was zu unserem Glück noch gefehlt hätte, wäre ein Kind gewesen. Ein Kind und unsere Familie wäre komplett. Schnell stellte sich heraus, dass Susanne keine eigenen Kinder bekommen kann. Wir hatten die Wahl zwischen einer Adoption und meiner Schwangerschaft. Ich konnte mir nie vorstellen ein Kind zu bekommen. Ich stand so fest im Berufsleben und konnte es mir nicht vorstellen, kürzer zu treten oder die Leitung der Holding abzugeben, wenn auch nur für eine bedingte Zeit. Der Streit mit meinem Bruder Ansgar erschwerte es zusätzlich. Sobald er eine Möglichkeit sah sich mein Erbe unter den Nagel zu reißen, packte er zu.”
“Aber irgendwann hast du dich überreden lassen.”
“Der Wunsch nach einem Kind war zu dem Zeitpunkt einfach schon viel zu groß. Ich hätte ungern darauf verzichtet.”
“Und dann ist das mit Susanne passiert.”
“Ja, deine Mutter war noch gar nicht geboren, da bahnte es sich schon an. Ich konnte Susanne verstehen. Ich war unausstehlich als ich schwanger war. Und man selbst denkt auch, dass man überreagiert. Aber mein Gefühl hat mich noch nie im Stich gelassen.”
“Und dann habt ihr entschieden, dass Mama es bei dir besser hat?”
“Ich war die leibliche Mutter. Einen Sorgerechtstreit hätte ich gewonnen, auch wenn ich es nie soweit hätte kommen lassen.”
“Bereust du es?”
“Für kein Geld der Welt würde ich Sophia wieder hergeben. Und auch dich nicht. Familie ist wichtiger als alles andere.” Sie nippte an ihrem Rotwein. “Aber jetzt genug der alten Kamellen. Wie sieht es bei euch aus?”
“Also eine Familienplanung haben wir noch nicht”, antwortete Stella geschockt.
Lautes Lachen brach aus.
“Davon habe ich auch nicht gesprochen.”
Carla erzählte wie sie sich kennen gelernt hatten, von den Schwierigkeiten und dem ganzen Hin und Her vom Anfang. Die Sache mit Laura ließ sie bewusst weg. Sie hatte es schon fast vergessen. Wichtig war, dass Stella es ihr gesagt hatte und dass sie sich liebten.
“Nun gut. Ich denke, es war sehr viel für heute. Wir sollten zu Bett gehen”, meinte die Gräfin.
“Ich bin auch müde”, entgegnete Stella.
“Morgen ist ein neuer Tag.
10.08.2010, 09:06
Super schöner Teil, zu Deiner Beruhigung "keine Wiederholung"

und wenn bei Deinem genialen Schreibstil verzeihen wir Dir sowas doch glatt. Bin gespannt wie es weiter geht. Büdde schnell weiter schreiben. :danke:
10.08.2010, 12:33
Jetzt dauerts vermutlich en bissl...