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Teil 57
Die zweite Woche der Ferien war ereignislos. Der freie Dienstag von Brigitte und Susanne. könnten sie nicht zusammen verbringen, weil Susanne und Brigitte Verpflichtungen hatten.
Carla, Stella und die Jungs gingen zum Meer und besuchten einige Städte in der Umgebung. Sie aßen in einigen Restaurants, aber Stella fand es auch schön mal selbst zu kochen. Zu Hause kam sie nie dazu und sie beteiligte die Jungs beim Kochen, die ihr gerne helfen wollten. Carla hatte es längst aufgegeben jemals eine Köchin zu werden, aber genoss das häusliche Leben.
Von Sophia hörten sie nicht so viel in dieser Woche. Carla hatte ihr nur per Telefon gesprochen. Sie hatte ihr mitgeteilt, dass sie ein Treffen hatte in dieser Woche, als Carla etwas Andrang, schien es, dass der Flirt von Freitagabend ein bisschen mehr geworden war. Die Frau, Giovanna, war auch im Urlaub in Marseille und blieb noch eine Woche. Sophia stürzte sich in das Nachtleben von Marseille mit Giovanna und hatte eine tolle Zeit. Lisa fand es schade, dass Sophia sich nicht zeigte, aber hatte schon Verständnis.
Susanne hatte gehofft diese Woche, was mit Sophia Unternehmer zu können, aber leider hatte sie zu viele Verpflichtungen. Der nächsten freie Dienstag, würden sie zumindest alle auf dem Hof von Brigitte verbringen. Sie freute sich schon darauf.
Weil die Jungs in dieser Woche viel Zeit mit Stella in der Küche verbracht hatten, wollten sie ein Mittagessen organisieren. Die Terrasse ihres Hauses war zu klein für alle, deswegen fragten sie Lisa, ob sie das Mittagessen bei ihr zu Hause planen konnten. Sie luden alle ein. Brigitte und Susanne hatten es so geplant, dass das Personal die erste Gast empfangen wurden und sie später in das Restaurant kamen. Samstag gingen sie mit Lisa und Carla auf den Markt zum Einkaufen. Stella wollte nicht über den Markt gehen mit ihrem Gipsbein und war Kaffeetrinken auf eine Terrasse in der Nähe des Marktes. Dort traf sie Susanne, die zufällig da war weil sie etwas in der Nachbarschaft erledigen musste. Sie lud sie zum Kaffee ein.
"Du fühlst dich richtig wohl hier Marseille, nicht? Du strahlst, hast deinen Platz hier gefunden", sagte sie Susanne.
"Ja, das habe ich wirklich. Ich fühle mich hier sehr zu Hause und bin glücklich mit meinem Leben"
"Wie hast du das gemacht, denn ich weiß wie schwierig es sein kann in einem fremden Land mit seinen Gewohnheiten dich wohl zu fühlen"
"Oh. Im Anfang war nicht einfach. Ich sprach die Sprache nicht fließend. Hatte keinen Job und keine Wohnung für Lisa und mich. Am Anfang lebten wir bei Paul, aber dass wollte ich nicht für lange. Ich wollte endlich ein eigenes Haus. Ein Job als Taxifahrer hatte ich schnell gefunden. Eine Wohnung finden, war auch kein Problem, aber dann kam die Einsamkeit"
"Susanne, du braucht es mir nicht zu sagen, wenn du nicht willst?"
"Doch, ich will es dir sagen. Wenn wir unser eigenes Haus hatten, wurde ich wirklich mit der Einsamkeit konfrontiert. Lisa ging ihren eigenen Weg. Sie hatte schnell einen Kreis von Freunden. Paul hatte sein eigenes Leben. Als ich wieder nach Hause kam, in ein leeres Haus wurde ich von der Leere und Einsamkeit überfallen. Das war eigentlich die erste wirkliche Begegnung mit Trauer über die Trennung von Carla und den Verlust von Sophia"
"Hast du jemals in Betracht gezogen zurück nach Düsseldorf zu gehen?"
"Nö. Ich wusste, dass es endgültig war. Natürlich habe ich die Zweifel bei Carla gesehen, aber ich konnte sie nicht erreichen. Jedes Mal, wenn ich ihr und Sophia sah, gab mir so viel Schmerz, es war besser zu gehen. Rückkehr würde nur bedeuten, dass die alten Wunden wieder aufgerissen würden und nicht heilen würden"
"Wie bist Du schließlich aus dieser Tal gekommen?"
"An einem Punkt stürzte ich mich in das Nachtleben. Hatten einige Flirts, aber das war es auch nicht. Die Französische Männer sind einfach Französisch. Dann fragte ein Kollege, ob ich mit ihr in eine Bar gehen wollte. Es stellte sich heraus das es einer Frauenbar war. Zuerst dachte ich, es war nichts, aber es wurde ein sehr schöner Abend. Ich traf mehrere Frauen und wurde herzlich in ihrer Gruppe aufgenommen. Die 14 Juli Tag kam und ich wurde eingeladen, auf einem Bauernhof, wo sie den Urlaub zusammen feiern wollten mit gutem Essen und leckeren Drinks. Am Anfang war ich noch die Fremde, denn sie hatten bereits eine so enge Gruppe. Dann bin ich zur Küche gegangen und habe die Köchin geholfen. Ich kannte sie nicht so gut, weil sie nicht oft teilnahm. Wir haben zusammen das Essen zubereitet und geredet. Ich fand sie sehr freundlich und wir wurden Freunde. Die Woche nachdem kamen wir zu einem engen Kontakt. Auf Irgend einer Weise ist es ihr gelungen mir reden zu lassen und ich habe ihr erzählt was geschehen war. Sie hat schon einige Tränen getrocknet. In diesen Gesprächen hat sie mir die Augen geöffnet. Der einzige Grund, warum ich immer noch alleine war, war dass ich in jede Person Carla suchte. Auch in dieser Freundenkreis, suchte ich in jede Frau einige Ähnlichkeiten mit Carla. An einem Punkt erkannte ich, dass ich mich in sie verliebt hatte, aber wagte es nicht zu sagen, weil ich die Freundschaft nicht verlieren wollte. Dann plötzlich stand sie an meinem Geburtstag um 24.00 Uhr in der Nacht vor meiner Tür mit einer Flasche Champagner und Snacks und sagte, dass vom ersten Tag an sie sich in mich verliebt hat, hatte es aber nicht gesagt, weil sie noch zu viel Trauer in mir sah über die Scheidung. Ja, und jetzt sind wir 9 Jahre zusammen und sehr glücklich"
"Das Glück, das sieht man. Hatte Brigitte das Restaurant schon?"
"Nein, sie arbeitete als Köchin in einem Restaurant, aber sie war nicht glücklich. Sie wollte ihr eigenes Restaurant, schob es aber immer vor sich aus. Schließlich nahm ich den Sprung und gemeinsam begannen wir ein Restaurant. Sie hatte etwas Geld aus dem Erbe ihrer Eltern und damit hatten wir ein Startkapital. Es war nicht einfach finanziell am Anfang, aber wir genossen die Freiheit, eigener Chef zu sein. Ich war beschäftigt mit dem Restaurant und die Gäste und Brigitte kochte und genoss es Improvisieren zu können in der Küche. Endlich konnte sie die Gerichte bereiten die sie wollte"
"Weißt du, ich habe in meiner Karriere in der Hotellerie viel gesehen und viel erledigen sollen. Ich beobachte Unternehmen wie euerem dann auch auf eine andere weise als durchschnittliche Gäste. Mein erster Eindruck war, dass es ein nettes Restaurant war, aber sobald man sich hinsetzt merkt man, dass ihr euer Geschäft mit Liebe und Stolz führt. Als Gast fühlt man sich sehr wohl und Besonderes. Die Mitarbeiter spiegeln gut. Ihr macht das Klasse"
"Wow, vielen Dank für das Kompliment. Meinst du das wirklich?"
"Susanne, du hast mich nicht gefragt um meine Meinung, die habe ich gegeben. Warum sollte ich lügen? Natürlich meine ich das"
"Wow, ich danke dich nochmals"
"Aber gerne doch"
Susanne hatte es nicht eilig und Carla, Lisa und die Jungs waren noch auf den Markt, also bestellten sie sich noch einen Kaffee.
"Stella, kommt Sophia auch zum Mittagessen am Sonntag? Ich habe ihr die ganze Woche nicht gesehen"
"Sie weiß es und ich denke, sie kommt, aber sicher bin ich nicht. Ihr Urlaub Flirt geht heute nach Hause, also denke ich sie kommt"
"Es hat sie erwischt, oder täusche ich mich"
"Ist nicht so schlimm, denke ich. Nach dem Debakel mit Anne ist Sophia Vorsicht. Sie genießt die Freiheit und wird sich nicht so schnell binden. Sie ist noch jung, also lass sie es genießen"
"Habt ihr keine Angst?"
"Nein, sie ist vernünftig genug. Die passiert nicht so schnell etwas. Außerdem, wenn sie in eine Wohnung in der Stadt leben würde, würden wir nicht einmal wissen, was sie tut. Jetzt sehen wir manchmal, was sie tut, weil sie im Schloss lebt. Ich sehe keinen Grund besorgt zu sein"
"Was ist tatsächlich passiert damals? Anne war auf einmal weg"
"Das sollst du Sophia fragen."
"Ich hoffe, sie kommt Sonntag, dann können wir einen Tag für uns Plänen. Oder glaubst du sie möchte das nicht?"
"Ich weiß nicht, warum sie nicht zustimmen würde. Mach dir keine Sorgen Susanne, Sophia hat selbst angegeben, dass sie noch Zeit mit dir verbringen will diesen Urlaub. Sie kommt schon"
"Da kommen sie. Was für eine Menge von Tüten haben sie mitgebracht! Wie zum Teufel hast du von Carla eine Köchin gemacht?"
"Nun, das ist ein bisschen Übertrieben. Sie kann gut Einkaufen, wenn ich ihr einen Zettel gebe, und sie kann gut Gemüse schneiden, wenn ich zeige wie, aber das war es schon"
Beide begannen zu lachen.
"Hey, Susanne ist bei Mum" rief Marcus und lief zu ihnen und begrüßte sie beide mit einem Kuss. Julius lief ihm nach und tat das gleiche.
Lisa und Carla legte die Tüten hin und grüßten Stella und Susanne mit einem Kuß und setzten sich auf einen Stuhl.
"Und habt ihr alles was die Männer wollten", sagte Stella, während Susanne Getränke bestellte.
"Hör bitte auf, ich glaube wir haben so viel Futtermittel das wir eine ganze Armee einladen können", sagte Carla "und was sagt Brigitte, dass sie für einmal nicht kochen soll?"
"Die ist sehr gespannt auf morgen. Sie ist bis über beide Ohren verliebt in diese beiden Herren", sagte Susanne, und sie sah den Jungs Lächelnd an.
"Ich glaube, das ist gegenseitig", sagte Carla, und auch sie sah ihnen lächelnd an.
"Kommt ihr alle zu Abendessen heute Abend im Restaurant", sagte Susanne "Es ist schließlich der letzte Samstag, dass ihr hier seit"
Carla und Stella sahen einander an, nickten und sagten: "Ja, das machen wir. Wir freuen uns"
"Wollt ihr Sophia auch fragen ob sie kommt?"
"Fragen ist kein Problem, aber ob sie kommt weiß ich nicht", sagte Carla.
"Ja, ja, ich weiß. Sie hat sich Verliebt", sagte Susanne.
Alle fingen an zu lachen.
_________________ Our live begins to end the day we become silent about things that matter.
Martin Luther King
Zuletzt geändert von Hoffie am 07.11.2010, 22:07, insgesamt 1-mal geändert.
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