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Teil 54
Es war schon spät und sie waren müde. Carla und Susanne wollte nach Hause gehen. Sophia fuhr erst Carla und danach Susanne nach Hause.
An der Tür stieg sie mit Carla aus.
"Gehst du noch mit nach oben oder bringst du Susanne gleich nach Hause?", fragte Carla
"Ich bringe sie sofort nach Hause und gehen dann zurück zu Lisa."
"Okay. Gute Nacht Liebes" und sie gab Sophia einen Kuss.
"Du auch Mama und danke für was du heute Abend gemacht hast"
"Oh, es war Zeit, dass wir uns endlich mal aus gesprochen haben, also danke ich dir"
"Mama, gibst du Mum einen Kuss von mir, denn sie hatte auch eine Rolle in diesem"
"Dass mache ich immer gerne, fahre vorsichtig"
"Immer. Schlaf gut"
Carla ging nach oben. Stella hatte das Auto schon gehört und öffnete die Tür. Als Carla ihr sah gab sie Stella mit ein strahlendes Lächeln und einen Kuss.
"Was war denn das? Du hast schon besser geküsst"
"Ah, der war aber nicht von mir, der war von Sophia. Das hier ist meines" und gab Stella einem leidenschaftlichen Kuss.
"Ich merke, dass es dir wieder besser geht, aber eh, du bist nicht fertig für heute Abend"
"Oh ja", und sie wollte Stella wieder zu küssen.
"Nein, das meine ich nicht. Unsere kleine Männer sind diesem Nachmittag sehr erschrocken und wollten nicht zu Bett gehen bevor du Zu hause warst. Sie sind schon eingeschlafen auf der Couch, aber ich habe versprochen sie zu wecken wenn du hier bist. Du sollst noch eine Weile mit ihnen reden"
"Okay, kein Problem, aber bleibst du bei mir?"
"Na klar"
Sie gingen in das Wohnzimmer. Auf der Couche lagen Marcus und Julius, jeder auf einer Seite, zu schlafen. Carla ging hinüber zu Julius, gab ihm einen Kuss auf die Wange und umarmte ihn. Er öffnete die Augen, als er sah, dass Carla ihm umarmte und begann er leise zu schluchzen.
"Oh, Schätzchen, was ist los mit dir? Warum bist du so traurig?"
"Ich bin so geschockt. Du warst so wütend auf Sophia und sie auf dich und dann sollte Lisa auch noch so schnell deine Medikamente bringen... "
"Aber Schätzchen, es geht mir gut und ich bin nicht mehr böse auf Sophia"
"Mama, werden du und Mum euch trennen?", hörte sie Marcus hinter sich sagen.
Carla drehte sich plötzlich um und blickte ihn überrascht an, er hatte auch Tränen in den Augen.
"Wie kommt ihr denn dar auf. Natürlich nicht", und sie schlug ihr andere Arm um ihn. Nun saß sie auf der Couch mit links und rechts eine traurige Sohn in die Arme.
"Jungs, Mum und ich lieben einander sehr und wir haben nie den Gedanken gehabt uns scheiden zu lassen. Ich verstehe nicht, warum ihr das denkt"
"Nun, wir sollten mit Brigitte fahren und Sophia nahm dich und Susanne mit", sagte Julius,
"und wir dachten, ihr geht mit Sophia weg, und wenn deine Medikamente geliefert werden sollten, dachten wir, du gehst zurück nach Susanne"
Carla sah Stella hilflos an.
"Schätzchen, ihr geht jetzt eure Pyjamas anziehen und ihr kommt dann zurück. Mum und ich machen warme Milch für uns allen. Dann werde ich euch erklären, warum ich heute Abend mit Susanne reden sollte. Dann gehen wir schlafen. Okay?"
Die Jungs nickten und gingen.
Carla ließ sich nach hinten auf die Couch fallen und schlug sich die Hände vor das Gesicht. Stella setzte sich neben sie und umarmte sie.
"Ich habe versucht, sie zu erklären, was los war, aber sie blieben untröstlich. Sie fragten nur, ob und wann du nach Hause kommst"
"Warum hast du mich nicht angerufen?"
"Ich wollte nicht stören"
"Aber Schatz, sie sind so erschrocken und so traurig. Woher kommt die Idee, dass wir uns trennen wollen?"
"Das weiß ich nicht. Vielleicht haben wir die letzte Zeit viel zu viel über deine Vergangenheit geredet, aber ich bin mir nicht sicher"
"Wir werden morgen mit nur uns Vieren den Tag verbringen. Kein Susanne und keine Vergangenheit. Sophia verbringt den Tag mit Lisa und wir mit unseren Männern"
"Komm wir gehen den Milch Aufwärmen"
Sie kamen zurück in das Wohnzimmer mit der heißen Milch und die Jungs waren schon da uns warteten auf sie. Carla und Stella saßen neben einander und fingen an mit ihnen zu reden und Fragen zu beantworten.
Schließlich gingen die Jungs beruhigt zu Bett.
Am nächsten Morgen, wurde Stella als erste geweckt von Geräusche aus der Küche. Sie wachte Carla auf,
"Carla, aufwachen. Ich glaube, es wird eine Überraschung vorbereitet"
Carla wachte auf und hörte die Geräusche. Sie hörten Schritte und Geflüster und benahmen sich, als ob sie Arm in Arm, noch schlafen.
"Guten Morgen, aufwachen. Wir haben ein schönes Frühstück für euch bereitet. Kommt ihr?"
Carla und Stella taten als ob sie aufwachten und sahen den Jungs mit lächelnden Gesichter neben einander stehen.
"Was für eine Überraschung. Wir kommen sofort"
Draußen auf der Terrasse, stand ein komplettes Frühstück. Sie gingen zu viert erstmal geniesen von das leckere Frühstück und dann würden sie schon sehen, was sie tun wollten.
Er was gestern ein aktiver und emotionaler Tag, so dass sie beschlossen heute einen entspannender Tag zu haben. Sie gingen zum Strand, so dass sie in der Sonne faulenzen konnten. Die Jungs hatten eine tolle Zeit am Strand und Meer. Stella kümmerte sich, soweit erforderlich, um den Jungs und gab Carla ruhe. Die endlich seit langer Zeit mal wieder ein Buch lass.
Lisa und Sophia beschlossen diesen Tag nach Frejus zu Reisen. Lisa war schon mal da aber das war Jahren her, aus irgendeinem Grund war sie nie wieder da gewesen. Sie liebte es Zeit mit Sophia zu verbringen. Sie hatte wirklich das Gefühl mit ihrer kleinen Schwester aus dem Weg zu sein. Jeden, der fragte, sagte sie stolz das Sophia ihre Schwester war. Sophia genoss auch die Anwesenheit von Lisa. Obwohl der Altersunterschied groß war, fühlte sie als ihre Schwester.
Auf dem Weg zu Frejus sprachen sie ein wenig über das, was letzte Nacht passiert war. Da Sophia jetzt mehr Klarheit von Carla und Susanne hatte, fand sie, das sie nun fragen könnte, wie Lisa es damals erlebt hatte. Lisa war sehr offen, aber berichtet, dass sie nicht wirklich alles mit erlebt hat, weil sie selbst ernsthaft in der Pubertät war. Sie ging damals von einer Verliebtheit in den andern und war nicht wirklich beschäftigt mit ihrer Mutter.
Auf dem Ruckweg fragte Sophia:
"Lisa, darf ich fragen, wie du es fand, nicht von deiner leiblichen Mutter, sondern von Susanne erzogen zu werden?"
"Ich kann mich nicht viel erinnern von meiner Mutter. Natürlich weiß ich, dass ich adoptiert wurde, aber Susanne war für mein Gefühl schon immer meine Mutter. Paul denkt auch so."
"Also du denkst Susanne ist eine gute Mutter"
"Ja, dass denke ich, aber warum fragst du? Glaubst du, dass Susanne dass nicht für dich gewesen wäre? Sophia, glaub mir, Susanne würde für dich genau so wie für uns, eine liebende Mutter gewesen sein"
"Lisa, bitte verstehe mich nicht falsch, aber habe das sehr lange bezweifelt. Als ich sie mal sah, war sie immer so wütend und traurig. Sie hat immer übel gesprochenuber Mum. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie mich nur sehen, wollte weil sie sollte. Mama und Mum haben nie hässliche Dinge über Susanne gesagt, umgekehrt schon. Erst seit meinem 18. Geburtstag habe ich mehr Kontakt und vor allem jetzt, wo ich mehr Zeit mit ihr verbringe, lerne ich ein ganz andere Susanne kennen. Ich verstehe nicht, warum dies nicht schon früher geschehen ist"
"Sophia, ich weiß es war alles sehr kompliziert. Ich war schließlich da. Ich weiß, wie glücklich Carla und Susanne waren, als du kamst. Ich weiß, wie traurig sie beide waren, als ihre Ehe zu Ende war. Ich weiß, wie glücklich sie waren, als du geboren wurdest. Ich weiß, wie viel Kummer Susanne hatte, weil sie nicht in deinem täglichen Leben beteiligt war. Unsere Abreise nach Marseille machte es nicht einfacher, einen Teil deines Lebens zu sein. Aber glaube mir, Susanne würde für dich auch eine gute Mutter gewesen sein. Sophia, du warst so gewünscht und willkommen, von Carla, von Lars, aber sicher auf von Susanne. Das darfst du nicht zweifeln."
"Aber..."
"Nein, kein aber. Sophia, was passiert ist, ist passiert. Wir können die Uhr nicht zurückdrehen. Sie haben jetzt gesprochen. Du hast jetzt nun einen gute oder zumindest einen besseren Kontakt mit Susanne. Du darfst dich nicht beklagen, so weit ich sehe, bist du in einer liebevollen Familie aufgewachsen und Carla und Stella lieben dich schrecklich viel. Also lass es und genieße es"
"Ich weiß. Du hast auch Recht. Ich soll aufhören. Themawechsel, was machen wir, selber kochen oder gehen wir irgendwo zu essen"
"Ich weiß ein schönes Restaurant, dort gehen wir essen. Neben einem guten Essen treten da den ganzen Abend verschiedenen Künstlern auf. Dort gehen wir hin"
Sie Genossen das Essen und die Künstler. Sophia hatte sich sogar von einigen Künstlern überzeugen lassen zu singen und bekam ein großen Applaus. Beim Abschied hatte sie eine Reihe von Einladungen für Auftritte. Einer von ihnen zog ihre besondere Aufmerksamkeit und sie fragte Lisa ob sie die Einladung benutzen dürfte.
_________________ Our live begins to end the day we become silent about things that matter.
Martin Luther King
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