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Teil 51
Die ersten Tagen des Urlaubs versuchten sie sich zu entspannen. Carla, Stella und die Jungs sind an den Strand gegangen. Stella blieb bei dem Liegen und Carla ging mit dem Jungs ins Meer. Sie hatten nicht mehr geredet über was passiert war den ersten Abend. Stella wusste, dass es Carla noch beschäftigte, aber sie wollte nicht, dass es diesen Urlaub verdarb. Carla wurde schon noch darüber reden, wusste sie.
Susanne und Brigitte's Restaurant war jeden Dienstag zu und sie hatten sich vereinbart den Tag zusammen zu verbringen. Brigitte's elterlichen Hof, hatte sie und ihre Schwestern nach dem Tod ihrer Eltern nicht verkauft. Sie benutzten das Bauernhaus als Ferien-und Wochenendhaus. Auch wuchsen sie hier Gemüse und Kräuter für das Restaurant. Die Länder hatten sie verpachtet. Sie gingen alle zusammen auf dem Bauernhof. Brigitte hatte verstanden, dass Carla und den Kindern gerne Reiten, also hatte sie was angeordnet. Weil es für sie eine ungewohnte Umgebung war, wollte sie mit ihnen zusammen Reiten. Stella und Susanne würden auf dem Hof bleiben und die Vorbereitungen für die Mahlzeit treffen. Lisa kam später.
Stella wollte Montag Abend, auf jeden Fall, das was Freitag passiert war besprechen. Sie wollte Morgen nicht wieder Überrascht werden. Die Jungs waren schon früh zu Bett, weil sie schon früh abreisen wollten. Stella hatte einige Bissen gekauft und während Carla duschte, öffnete sie eine Flasche Wein und stellte alles draußen auf der Terrasse.
"Hey, schön. Ein Abend zu zweit" sagte Carla und gab Stella einen Kuss, bevor sie sich setzte.
Während Stella ein Glas Weine goß sagte sie, "Carla, wir müssen reden"
"Stella, was ist los?"
"Nichts, aber ich will nicht wieder überrascht werden morgen. Hast du nachgedacht, über deine Reaktion am Freitag Abend?"
"Oh, Stella. Es ist einfach so lächerlich, wie ich reagiert habe. Ich habe ein neues Leben aufgebaut nach unsere Ehe, warum sollte Susanne dass nicht getan haben."
"... .."
"Stella, sage etwas. Was muss ich tun, um dies zu verhindern? Helfe mir hier bitte"
"Carla, ich kann dir nicht helfen. Das musst du wirklich selber lösen"
"Gib mir dann einen Rat!"
"Weißt du, Carla, du hast bisher mit mehreren Personen gesprochen über das Scheitern eure Ehe. Soweit ich weiß, mit mir, mit Sophia, und bestimmt auch mit deinem Vater und Leonard, aber hast du eigentlich schon mit Susanne darüber gesprochen? Vielleicht ist jetzt die Gelegenheit um es endlich mal zu klären"
"... .."
"Hast du Angst?"
"Ja, natürlich. Nach so vielen Jahren diese Wunden wieder zu öffnen, wer möchte das denn"
"Warum reagierst du jetzt so heftig? Du hast mich selbst um Rat gefragt. Ich habe dem gegeben, aber du müsst entscheiden, was du damit machst. Ich habe kein Problem mit Susanne. Du hast ein ungelöstes Problem mit Susanne"
Carla sagte nichts, sondern saß nur da um zu schmollen. Stella tat, als ob sie nichts bemerkte, musste aber in sich selbst lachen.
"Was für ein schöner Himmel heute Abend wieder. Wäre alles nur so in Harmonie, nicht wahr, meine Liebe" Stella sagte spöttisch.
"Okay, okay, du hast recht"
"Das habe Ich doch immer" Stella sagte mit einem Grinsen.
"Ja, das weiß ich inzwischen"
"Möchtest du noch Wein?"
"Ja bitte"
"Mit oder ohne?"
"Mit oder ohne was?"
"Mit oder ohne Kuss'
Am nächsten Tag gingen sie in den frühen Morgenstunden auf dem Hof von Brigitte. Der Hof war so, wie sie erwartet hatten. Ein typisches Französisch Bauernhaus mit einer schönen Aussicht. Zuerst wurde gemeinsam Kaffee getrunken, während die Jungs kicherten. Carla war Fertig mit ihnen und sagte, "Entweder ihr hört jetzt auf oder ihr sagt jetzt warum ihr kichernd" währenddessen sah sie Julius an, weil er immer Mühe hatte mit ihrem Blick in solche Fallen. Er gab dann auch als Erster Antwort.
"Mama, wir müssen lachen, weil Brigitte so lustig spricht"
Bevor Stella oder Carla etwas entlang der Linien von Unhöflichkeit sagen könnte, begann Brigitte zu heulen vor Lachen und sagte:
"Ich glaube, ich mag dich, junger Mann. Du sagst was du denkst"
Nach dem Kaffee fragte Brigitte den Jungs ob sie ihr helfen wollten bei der Ernte von etwas Gemüse und Kräuter für ihr Abendessen. Susanne wollte das Mittagessen bereiten und fragte, ob jemand ihr helfen würde. Sophia sagte als erstes: "Mama, wurdest du? Ich möchte mit Mum reden. Wenn ihr bereit seid rufe mich dann werde ich den Tisch decken"
Carla sah von einem zum anderen, doch Stella zuckte die Schultern. Auch sie wusste nicht, was Sophia plante. Sie ging in die Küche zu Susanne.
"Erzähle mir. Was planst du? " fragte Stella an Sophia.
"War es so offensichtlich?"
"Ja, dass war es"
"Weist du, ich bin sehr froh das ich ein guten Kontakt mit Susanne habe. Der Tag als wir zusammen in die Stadt waren habe ich ihr gesagt, ich brauche sie nicht wie eine Mutter. Ein weiterer aktiven Eltern, nein, das brauche ich nicht. Aber ich will sie nicht verlieren. Ich mag sie sehr."
"Und wie hat sie reagiert?"
"Sie hat Verständnis und ist sehr glücklich dass wir endlich eine gute Beziehung haben, obwohl dies hauptsächlich durch E-Mail und Telefon ist"
"Okay, aber warum sollte Carla gehen. Du möchtest doch nicht dass ich ihr dies erzähle. Oder?"
"Nein, nein, aber, na ja, wenn Susanne eine weitere Rolle in meinem Leben spielen wird, werden sie und Mama sich regelmäßig treffen"
"Ja, und?"
"Solange zwischen ihnen sie nichts geklärt ist, wird es immer eine Rolle spielen"
"Genau"
"Mum, ich möchte gerne diesen Urlaub einen Tag planen denn ich mit Mama und Susanne verbringen werde. Ich hoffe ich kann sie endlich überzeugen mit einander zu reden.Findest du das gut?"
"Ob Ich das gut finde? Ich denke es ist eine großartige Idee. Außerdem habe ich mehrfach gesagt, dass sie jetzt endlich die ganze
Sache muss abgeschliessen. Letzte Nacht noch"
"Und was hat sie gesagt?"
"Nach einiges schmollen, hat sie mir recht gegeben, aber den richtigen Moment planen ist schon schwierig für sie. Und das, mein Liebes, wirst du jetzt lösen. Ich bin stolz auf dich"
"Mum?"
"Ja"
"Habe ich dich heute schon gesagt, wie sehr ich dich liebe"
Sie fingen an zu kichern.
Das Mittagessen war nett und entspannt. Oberflächlich betrachtet, merkte man nichts von jeder Art von Eifersucht bei Carla. Sie tat ihr Bestes, aber Stella sah die Maske. Nach dem Mittagessen ging der Gruppe reiten in das Hinterland. Stella und Susanne blieben auf dem Hof zur Vorbereitung des Abendessen, aber sie hatten reichlich Zeit, deswegen genossen sie den Blick und die Sonne noch eine Weile.
"Stella, darf ich dich etwas fragen?"
"Natürlich"
"Was war den los mit Carla am Freitag Abend?"
Stella war ein wenig überrascht wegen diese Frage. Susanne hatte es also auch bemerkt.
"Ich glaube nicht, dass ich dies Beantworten soll. Das kannst du besser Carla fragen"
"Ja, natürlich. Sorry"
"Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Fragen darf man immer"
"Stella, ich habe dir schon mal gesagt, dass ich glaube, ihr habt eine wunderbare Familie"
"Aber?"
"Nun ja, das erste Mal, dass ich hörte das Sophia Mum zu dir sagte, hat mir das sehr Weh getan, Darf ich fragen, warum ihr Sophia gefragt habt dich Mum zu nennen?"
Stella sagte einen Moment nichts. Die Erinnerung an diesen Moment, spielte mit ihren Gefühlen. Schließlich antwortete sie.
"Dass haben wir ihr nie gesagt. Wenn wir von unsere Weltreise zurück kamen und Sophia hier zur Schule ging, war es das erste Mal seit langer Zeit das sie von Menschen umgeben wurde, die dieselbe Sprache sprechen. Als sie in die Schule über ihr zu Hause reden sollte, hatte sie immer Schwierigkeiten zu erklären, wer wir waren. Das war nicht immer leicht für sie. Dass haben die Lehrer uns auch gesagt. An einem Punkt begann sie, mich Mum zu nennen. Ich habe damals nicht darauf geachtet. Eines Abends kam ich spät nach Hause und wollte Sophia eine Nacht Kuss geben und ging zu ihr Schlafzimmer. Die Tür war offen und ich hörte Carla im Gespräch mit Sophia. Sie fragte sie, warum sie mich Mum nannte. Sophia antwortete, ich denke, es ist nicht fair. Ich bekomme bald einen Bruder oder eine Schwester. Sie bekommen eine Mama, aber Stella ist doch auch meine Mama. Deshalb nenne ich sie jetzt schon Mum, dann wird mein Bruder oder meine Schwester das auch tun und bleibst für uns allen Mama"
"Es war also ihre Idee. Wie hast du reagiert?"
"Was denkst du. Ich stand in der Flur zu schluchzen. Ich war 6 Monate schwanger, und dann fließen die Tränen immerhin einfach. Schließlich ging ich hinein und ich umarmte sie. Wir haben nie wieder darüber gesprochen, aber von diesem Augenblick an war ich ihre Mum und später auch für die Jungs"
"... .. "
"Susanne, es tut mir Leid, aber ich habe nie mit Absicht deine Rolle übernehmen wollen. Carla und ich waren ein Paar und zu Carla gehörte Sophia. Ich liebe sie. Habe die kleine immer geliebt. Als die Jungs kamen waren wir noch mehr eine Familie. Hatte ich sie von mir Wegstrossen sollen? Hatte ich ihr eine andere Rolle geben sollen? Hatte ich sie ausschließen solle"
Stella liefen jetzt die Tränen über die Wangen. Susanne hatte auch kein Kontrolle mehr und ließ die Tränen laufen. Nachdem sie ein bisschen beruhigt waren, sagte Susanne:
"Ich habe dich nie etwas übel genommen, Stella, es ist aber wirklich Zeit, dass Carla und ich endlich mal ein gutes Gespräch haben"
_________________ Our live begins to end the day we become silent about things that matter.
Martin Luther King
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