22.01.2011, 11:58
Schön, dass Du so schnell weiter geschrieben hast. Klasse ist auch das Stella die Nerven behält und Carla zurück weist. Ich bin auf das Gespräch zwischen Carla und Susanne gespannt. Wünsche Dir ein schönes We. Lieben Gruss.
22.01.2011, 18:28
Interessant, die sonst so konsequente Gräfin wird von ihren heftigen Gefühlen übermannt und muss erst von der nicht minder verliebten, allerdings rational denkenden Stella davon überzeugt werden, mit Susanne über ihre Ehe zu sprechen. Diese Aussprache fällt Carla schwer, sie hat keine Lust, sich den Vorwürfen ihrer Ehefrau zu stellen. Tja, Carla, da musst du jetzt durch um einer möglichen Beziehung mit Stella eine faire Chance zu geben und Stella nicht als die "Schuldige" an dem Chaos dastehen zu lassen.
Sarah, wie immer toll erzählt.
LG
23.01.2011, 17:29
Aaaaaaaaaaaaaaah grad fast 1,5 Seiten getippt gehabt, und dann stürzt es einfach ab!! So ein FUCK! Fortsetzung kommt dann heute Abend/ Nacht...
23.01.2011, 19:51
Das ist zwar sehr ärgerlich, aber als sehr treuer Anhänger Deiner Geschichte warte ich gerne. Lass Dich davon nicht allzusehr ärgern. Trotzdem noch einen schönen Abend.
23.01.2011, 23:01
sarah, das ist ärgerlich, aber wie sagt Ansgar immer so schön, gemach, gemach.
liebe Grüsse und gute Nacht
23.01.2011, 23:02
Carla straffte sich, fuhr sich mit den Fingern noch mal durch die Haare, ehe sie die Klingel des Brandnerhauses leutete.
“Hi”, öffnete Susanne sofort freudenstrahlend die Tür.
Carla wunderte sich. Hatte Susanne etwa dahinter gewartet? Sie war ziemlich schnell an der Tür gewesen.
“Ähm, ich hab dein Auto gehört”, fügte Susanne hinzu. “Komm doch rein.”
Carla betrat mit einem flauen Gefühl in der Magengegend das Haus. Früher war sie oft hier gewesen, bis Susanne nach der Hochzeit zu ihr auf das Schloss gezogen war.
„Setz dich doch bitte. Möchtest du was trinken? Ich hab deinen Lieblingstee aufgegossen.“
„Susanne, ich…ich bin nicht hier um Smalltalk zu halten.“
„Natürlich. Aber ich darf meiner Frau doch noch was zu trinken anbieten.“
Carla setzte sich an den Küchentisch.
„Ich komme gleich wieder. Warte du hier.“
Immer mehr hatte Carla die Vermutung, dass Susanne glaubte, sie wolle hier ihre Ehe retten. Und noch bevor Carla ihren Gedankengang zu Ende bringen konnte, erklang aus dem Wohnzimmer Musik. Nicht irgendeine Musik. Sie vernahm eindeutig die ersten Töne von Respighis ‚Die Pinien von Rom‘. Das Lied, zudem sie sich zum ernsten Mal geliebt hatten. „Susanne, sag mir bitte, dass das nicht dein Ernst ist.“
„Weißt du nicht mehr, wie schön es war? Nachdem du die Nacht im Weinkeller verbracht hattest, warst du halb durchgefroren, trotzdem hatte ich das Gefühl, du warst heißer als zuvor. Ich hatte noch Tage danach das Gefühl, deine Finger auf meiner Haut zu spüren.“
„Natürlich weiß ich das noch. Aber die Betonung liegt einfach auf dem war. Susanne, ich bin nicht hier um meine Entscheidung zu revidieren. Ich habe meine Entscheidung getroffen und zu der stehe ich.“
„Gut. Wie du willst.“
„Bitte, ich will es dir einfach nur erklären. Alles.“
„Ich bin ganz Ohr. Es muss ja eine richtige Bombe sein, wenn du gleich die Scheidung eingereicht hast.“
„Du hast selbst gemerkt, dass die letzten Monate nicht leicht waren“, begann Carla.
„Bitte, verschon mich mit der Holding. Du hättest mit mir reden können. Aber du warst zu stolz, wie immer. Warum hast du meine helfende Hand nicht genommen, als ich sie dir ausgestreckt habe?“
„Bitte, Susanne. Ich wollte diese Probleme einfach nicht auch noch mit in die Ehe bringen.“
„Nein. Stattdessen hast du es in der Holding gelassen und bist auch da geblieben. Weißt du, ich habe gedacht, wenn ich mich zurückhalte, wirst du merken, dass ich hinter dir stehe. Ich wollte dich machen lassen und dir nicht im Weg stehen. Hast du dich deshalb von mir entfernt?“
„Ich befürchte, du hast bei dieser Überlegung eines nicht bedacht. Du warst in einer Beziehung mit einer Frau- nicht mit einem Mann. Du warst nicht mein Frauchen, sondern mir gleichgestellt. Vielleicht hättest du einfach mal den Mund aufmachen und mir in den…du weißt schon was, treten müssen.“
„Also war ich dir einfach nur zu lieb? Sag es mir Carla, bitte. Und sag mir, was ich ändern muss, damit es wieder so wird wie früher.“
Carla haute mit der flachen Hand auf den Tisch. „Es wird nicht mehr so wie früher. Susanne, ich liebe dich nicht mehr genug um eine Ehe mit dir aufrecht zu erhalten.“
Ehe Carla weitersprechen konnte, fiel ihr Susanne ins Wort. „Hast du eine Andere?“
„Was?“
„Ist es dieses Blondchen aus deinem Büro? Die, die du geküsst hast?“
„Was würde das ändern?“
„Nichts. Wenn du sagst, du liebst mich nicht mehr, dann muss ich das hinnehmen. Auch wenn es mir verdammt schwerfällt“, antwortete Susanne mit tränenerstickter Stimme.
„Damit du es weißt, ich hatte schon vorher mit mir gerungen. Ich habe auch gehofft, dass das Gefühl einfach zurückkommt. Aber es passierte nichts. Und jetzt…ja, ich weiß wieder, wie es sich anfühlen sollte, wenn du mich küsst. Aber das tut es nicht, Susanne. Ich wünschte, ich könnte dir etwas anderes sagen.“
„Sie leise. Dein scheinheiliges Gehabe brauche ich jetzt auch nicht mehr. Geh.“
„Susanne…“
„GEH!“, schrie Susanne, zog ihren Ehering vom Finger und warf ihn in Carlas Richtung.
Carla erhob sich und ging zur Haustür. „Ich habe dich wirklich mal geliebt“, sagte sie leise. Sie glaubte zu hören, wie Susannes Herz zerbrach, als diese auf den Boden sank und weinte. Sie wusste, sie war die Falsche um zu trösten, deshalb schrieb sie eine SMS mit den Worten ‚Bitte kümmere dich um Susanne‘ an Arno. Sie zog die Tür hinter sich zu und ging zum Wagen. Dort angekommen stiegen auch in ihren Augen die Tränen auf. Es tat weh Susanne so zu sehen. Und doch war Carla klar, dass es ihr nur weh tat, weil sie so verzweifelt gekämpft hatte, und nicht, weil sie sie doch noch liebte.
23.01.2011, 23:27
es ist verblüffend, ich habe mir den Ablauf des "klärenden" Gesprächs zwischen Carla und Susanne so ähnlich wie du es hier beschrieben hast, vorgestellt. Die beiden haben es versäumt, rechtzeitig und ehrlich miteinander zu reden.
VG
23.01.2011, 23:29
ch befürchte, du hast bei dieser Überlegung eines nicht bedacht. Du warst in einer Beziehung mit einer Frau- nicht mit einem Mann. Du warst nicht mein Frauchen, sondern mir gleichgestellt. Vielleicht hättest du einfach mal den Mund aufmachen und mir in den…du weißt schon was, treten müssen.“
puha ist das ätzend von carla, und scheinheilig.
susanne such dir schnell was anderes.
sorry meiner ehrlichen worte.
23.01.2011, 23:31
Tja, Carla ist in dieser Geschichte mal ein Arsch...ich lieb sie trotzdem^^
23.01.2011, 23:33
:danke:
Ich kann es gut verstehen, das Entscheidugen nicht einfach sind, aber getroffen werden müssen, für den Moment odr für längere Zeit oder für immer?!.
23.01.2011, 23:36
alles eine frage des wie.
24.01.2011, 00:20
chubby hat geschrieben:alles eine frage des wie.
jupp. alles eine frage des *wie* und das war einfach schlecht. so ist sie halt die carla.
danke
sabam
24.01.2011, 00:23
sabam hat geschrieben:chubby hat geschrieben:alles eine frage des wie.
jupp. alles eine frage des *wie* und das war einfach schlecht. so ist sie halt die carla.
danke
sabam
Ich hoffe, du meinst "schlecht" im Sinne von "scheiße von Carla" und nicht "schlecht erzählt" :( Was du auch sagen dürftest, aber dann hätte ich krassen Druck es anders zu machen ... und dafür habe ich im Moment keine Zeit. Muss 8000 Vokabeln lernen bis nächste Mittwoch, Mittwoch darauf und Freitag...