Na dann will ich doch mal wieder was posten
Part 33 - A nice Morning
"Was hast du vor Gräfin?", fragte sie frech. "Wie kommst du darauf, dass ich was vorhaben könnte?", erwiderte ich. "Nun ja, dein Tonfall eben sprach Bände." "So?-Tat er das, ja?" Zärtlich küsste ich sie dabei nochmals in Ihren Nacken, sodass sie eine Gänsehaut bekam und sich sämtliche Haare aufstellten. "Carla, nicht." Sie drehte sich zu mir und sah mir tief in die Augen. "Ich will es doch genauso wie du. Ich sehne mich so sehr nach dir. Aber ich möchte es genießen, ohne Angst zu haben, dass jemand plötzlich reinkommt oder was mitbekommen könnte. Und leider haben wir in der Beziehung heute kein Glück. Dein Bruder liegt im Nebenzimmer. Ich will dich einfach ganz für mich allein. Ich liebe dich", sagte sie leise und mit einem sehnsuchtsvollen Blick. Ich gab ihr einen Kuss auf die Stirn und stimmte ihr zu. Es war wirklich besser so und ausserdem hatten wir alle Zeit der Welt. Auch wenn Leo ziemlich locker mit der ganzen Sache umging, mussten wir es nicht übertreiben. Ich war heilfroh, dass wenigstens er es entspannt sah und uns diesen kleinen Spaß nicht übel nahm. Natürlich machten wir uns auch einen Kopf um Kristin. Warum sie wohl so reagiert hatte und warum nicht mal Leo sie besänftigen konnte. *Vielleicht versteht sie auch einfach keinen Spaß*, dachte ich bei mir. Stella sah meine Sorgenfalten und fragte: "Süße, über was zerbrichst du dir dein hübsches Köpfchen? Ist es wegen Kristin?" "Ja, du hast es erfasst. Aber mach dir keine Sorgen. Ich finds so schön mit dir gerade. Lass uns morgen darüber reden", beruhigte ich sie. "Dann wünsche ich dir eine gute Nacht mein Engel." "Ich dir auch, Schatz. Und jetzt schlaf schön." Sie drehte sich nun wieder um und nach ein paar Streicheleinheiten, schliefen wir seelenruhig ein.
Es war Morgen und langsam kam ich zur Besinnung und schlug die Augen auf. Zögerlich schaute ich, ob Stella auch schon wach war. Ich beugte mich ein wenig über sie und blitzschnell drehte sie sich zu mir um und gab mir einen Kuss. "Ich liebe es so sehr mit dir aufzuwachen", sagte sie verschlafen. "Du bist so süß, mein Schatz", entgegnete ich ihr und küsste sie ebenfalls. Wir beschlossen, noch eine Weile liegen zu bleiben und kuschelten uns eng aneinander, um die Nähe des anderen in vollen Zügen zu genießen.
Leider war es schnell vorbei damit, denn es klopfte an der Schlafzimmertür. "Carla, ich bins. Leo!", rief er. "Komm rein Bruderherz", entgegnete ich fröhlich. "Guten Morgen ihr zwei! Entschuldigt, wenn ich euch geweckt oder mal wieder gestört haben sollte, aber euer Gast hat wie versprochen frische Brötchen geholt und ich möchte ungern alleine frühstücken. Und ihr seht irgendwie auch hungrig aus", zwinkerte er uns zu. "Du hast uns nicht geweckt und du hast Recht-wir haben sogar sehr großen Hunger!", erlöste ich ihn von seinem schlechten Gewissen. "Die Sonne scheint, es riecht nach Kaffee und frischen Brötchen. Schöne Gründe um aufzustehen und den Tag zu beginnen", klinkte sich nun auch Stella ins Gespräch ein. "Ach, es gibt aber ebenso viele gute Gründe noch im Bett zu bleiben", neckte ich sie. "Ich glaube, ich gehe schon mal Kaffee einschenken", warf Leo ein und drehte sich um. "Sorry Leo, Carla ist manchmal einfach unhöflich", rief sie hinterher und lachte mich nun amüsiert an. "Das bin ich nicht, nur bis über beide Ohren verliebt!", verteidigte ich mich. "Und ich erst", erwiderte sie. "Lass uns jetzt frühstücken gehen. Und Leo sollten wir auch nicht so lange warten lassen", führte sie weiter fort. "Du hast recht mein Engel, aber ein Kuss noch ja?", flehte ich sie mit Hundeaugen an. "Nichts lieber als das, du Nimmersatt!", erwiderte sie kess und benetzte meine Lippen mit einem Hauch eines Kusses. Sie wusste, was sie mir damit antat, doch dieses Spiel gefiel ihr immer wieder und auch wenn es mir schwer fiel zu widerstehen, hatte ich auch meinen Spaß daran. Ich schaute ihr noch kurz hinterher und sprang dann auch aus dem Bett.
Nun saßen wir also mit unseren Morgenmänteln am Tisch und ließen es uns gut gehen. Leonard hatte wirklich an alles gedacht. Er war ein toller Bruder und ich war überglücklich, dass er sich mit Stella so gut verstand. Ich sah ihm an, dass er ein wenig bedrückt war und fragte ihn direkt: "Dir geht der Streit mit Kristin mächtig an die Nieren, nicht wahr?" "Sieht man mir das an?" "Ja, sehr sogar. Aber ich bin deine Schwester-hast du was anderes erwartet?" "Nein, das hätte mich eher gewundert", versuchte er zu witzeln. "Ja, du hast Recht Carla, es geht mir sehr ans Herz. Ich habe diese Nacht fast kein Auge zugetan, weil ich sie so sehr vermisst habe und ich immer an unseren Streit denken musste." Bei diesen Worten schluckte er und war den Tränen nahe. Ich legte meinen Arm um ihn und ermutigte ihn, auf Kristin zuzugehen und alles nochmal in Ruhe zu klären. Weiterhin bot ich ihm an, auch mit ihr zu reden. Schließlich war es unsere Schuld, dass es zum Krach gekommen ist. "Danke Carla, aber da muss ich alleine durch. Es ist besser so. Galub mir. Ich werde mich gleich auf den Weg zu ihr machen!", sagte er entschlossen. "Wir stehen hinter dir Bruderherz und wenn etwas sein sollte, ich bin immer erreichbar für dich und du bist hier jederzeit willkommen! Kopf hoch-das wird schon werden. Du hast doch den unvergleichlichen Lahnsteincharme, dem keiner widerstehen kann", munterte ich ihn auf. "Du hast recht! Ich werde es versuchen. Immer positiv denken", entgegnte er. "Genau das wollten wir von dir hören", antwortete Stella. Wir gingen zusammen zur Tür und wünschten ihm viel Glück, dass sich die Wogen wieder glätten würden. Die beiden waren nämlich ein tolles Paar, wie ich fand und auch Stella empfand es so. Wir mochten beide sehr und hofften, dass alles wieder so wird, wie bei unserem ersten Aufeinandertreffen in der Skihütte. Als ich die Tür öffnete, erstarrte ich, denn wie aus dem Nichts, stand plötzlich jemand vor mir...