Antwort schreiben

06.12.2009, 19:10

Schauen wir mal. Aber wir arbeiten fleissig...! Soviel kann ich versprechen :wink:

06.12.2009, 20:17

Madmini hat geschrieben:Schauen wir mal. Aber wir arbeiten fleissig...! Soviel kann ich versprechen :wink:

davon bin ich überzeugt und die Leistung ist enorm, jedenfalls bin ich gespannt und freue mich auf den nächsten teil

06.12.2009, 20:44

Weil heute Nikolausi ist, werden wir euch noch mit einem neuen Part "beschenken". Ich denke innerhalb der nächsten halben Stunde :wink:

LG

Danny

06.12.2009, 20:49

oh das ist aber schön !! :D
das freut uns !! :wink:
möchte euch auch noch einen schönen 2. advent wünschen.

06.12.2009, 20:57

Och das ist aber nett :)
Genau ich wünsch euch auch einen schönen 2.Advent und Nikolaus ;-)

06.12.2009, 21:18

Versprochen ist Versprochen!! Danke für eure lieben Feedbacks. Ich wünsche euch auch noch einen schönen 2. Advent :wink:

Part 19 – The mistake

Mit diesen Gedanken machte sich Stella auf den Weg nach Hause.
*Warum habe ich das vorhin zu Carla gesagt? Was war da nur in mich gefahren? Wie konnte ich sie nur derart mit meinen Worten verletzen? Sie war diejenige, die wieder Licht in mein dunkles Leben gebracht hat. Sie hat in mir wieder die Fähigkeit zu Lieben erweckt. Ich muss mit ihr reden und alles klar stellen. Am besten sofort.*

Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch schloss Stella die Wohnungstür auf. Sie erhoffte sich insgeheim, dass Carla noch wach war.
In der Wohnung roch es nach Alkohol. Als sie ein paar Schritte gegangen war, stolperte sie über eine leere Weinflasche. „Ach du Schande“, entfuhr es ihr. „Was habe ich nur angerichtet?“
Die Schlafzimmertür war, entgegen der sonstigen Gewohnheiten, nur angelehnt. Leise ging Stella ins Schlafzimmer, um nach Carla zu sehen.
Bei diesem Anblick musste sie schlucken und das Schuldbewusstsein überkam sie. Carla lag schweißgebadet im Bett und wälzte sich unruhig hin und her. Selbst im Schlaf liefen ihr die Tränen über die Wangen und sie rief immer wieder Stella’s Namen.
Vorsichtig, um sie nicht zu wecken, setzte sie sich neben Carla auf das Bett und strich ihr behutsam ein paar verschwitzte Haarsträhnen aus dem Gesicht. „Shhht, ist gut. Ich bin ja hier“, sagte Stella mit sanfter Stimme. Durch die Berührungen und die Stimme erschrocken, schlug Carla die Augen auf. „Stella?“, murmelte sie schlaftrunken. „Ja, Carla. Ich bin es. Es ist alles gut.“ Sofort entspannte sich ihr Gesichtsausdruck und sie schlief – noch berauscht vom Alkohol - umgehend wieder ein.
Stella ging ins Bad um sich bettfertig zu machen. 1000 Gedanken gingen ihr durch den Kopf und sie fühlte sich so schrecklich schuldig. Als sie zurück ins Schlafzimmer kam, schlief Carla wieder tief und fest. Allerdings jetzt wesentlich ruhiger. Sie verharrte für einen kurzen Moment vor dem Bett und schaute verträumt auf die schlafende Carla. *Was für ein Anblick. Sie ist so ein toller Mensch und wunderschön. Und ich habe mich so fies benommen ihr gegenüber. Hoffentlich ist nicht alles zu spät. Gleich morgen werde ich mit ihr reden.* Sie legte sich auch hin, kuschelte sich eng an die schlafende Carla und legte liebevoll einen Arm um sie. Zufrieden registrierte sie, dass diese nach ihrer Hand griff und sie eng an sich zog.

Als ich am nächsten Morgen wach wurde, brauchte ich eine längere Zeit, um mich zu orientieren.
Auch hatte ich einen kompletten Filmriss, begleitet von einem ausgewachsenen Kater. Nur langsam kehrten meine Erinnerungen an den gestrigen Abend wieder zurück. Allein dabei stiegen mir wieder die Tränen in die Augen. *Eine Einbildung, ein schöner Zeitvertreib*, hallte es immer wieder in meinem Kopf.
Plötzlich registrierte ich einen Arm, der um mich geschlungen war. Vorsichtig drehte ich mich um und sah Stella, noch tief schlafend. Ich hatte überhaupt nicht mitbekommen, wann sie nach Hause kam und das sie auch ins Bett kam.
Meine Gedanken überschlugen sich in diesem Moment und ich befreite mich sanft von ihrem Arm, um ins Bad zu gehen. Nach einer ausgiebigen Wechseldusche war ich fast wieder ganz die Alte.
Als ich zurück ins Wohnzimmer kam, sah ich Stella dort, wie ein Häufchen Elend, auf der Couch sitzen. Mehr als ein knappes „Guten Morgen“ konnte und wollte ich nach dem Erlebten des vorherigen Abends nicht hervorbringen.
Ich war gerade im Begriff in die Küche zu entschwinden, als ich ein leises „Carla?“ vernahm. Doch ich drehte mich nicht um. Zu tief saß die Verletzung und zu groß war mein Stolz. Gerade als ich dabei war, mir eine Kleinigkeit zum Frühstück herzurichten, hörte ich sie leise in die Küche kommen.
„Carla“, sagte sie erneut. „Bitte, ich muss mit dir reden.“ „Worüber denn? Es ist doch alles gesagt!“, entgegnete ich in einem schroffen Ton und fuhr herum. Vor mir sah ich Stella stehen. Das Gesicht tränenüberströmt. Fast tat sie mir ein bisschen leid. „Carla, bitte… hör mir nur kurz zu. Wenn du danach trotzdem nichts mehr mit mir zu tun haben willst, würde ich das auch verstehen und muss es akzeptieren.“
Ich platzte förmlich vor Neugier, aber ich hatte auch Angst. Angst, dass ihre Worte mich erneut verletzen und wie eine Pfeilspitze in mein Herz eindringen würden. „Schieß los“, entgegnete ich. „Aber fass dich bitte kurz. Ich habe noch was vor.“
„Okay. Das gestern Abend tut mir unendlich leid. Ich wollte dich nicht verletzen. Ich weiß nicht, was da in mich gefahren ist. Ich glaube, ich war mit meinen Gefühlen und der Situation überfordert. Ich habe mich noch nie so sehr zu einer Frau hingezogen gefühlt oder habe dergleichen empfunden. Das mit uns ist wunderschön, aber ich habe einfach Angst. Verstehst du das?“ Bei jedem ihrer Worte wurde mir wärmer ums Herz. *Sollte ich sie doch nicht verloren haben?*, schoss es mir durch den Kopf. So wie sie vor mir stand, tränenüberströmt, hatte ich keinen Grund an ihren Worten zu zweifeln. Überwältigt von ihren ehrlichen Worten, konnte ich nicht anders und ging die 2 Schritte auf sie zu, um sie in den Arm zu nehmen.
Beruhigend streichelte ich über ihren, vom Weinen, bebenden Rücken. „Ich verstehe dich Stella“, sagte ich mit belegter Stimme. „Mir geht es ganz genau so.“ Ich löste die Umarmung, um ihr Gesicht in beide Hände zu nehmen und ihr in die Augen zu schauen. Zärtlich küsste ich ihre Tränen weg und sagte zu ihr: „Ich bin so froh, dass du mir das gesagt hast. Ich dachte schon, ich hätte dich für immer verloren…“

06.12.2009, 21:29

einfach hammermäßig :respekt:

06.12.2009, 21:45

Wow, da ist man 2 Tage net im Netz und dann solche tollen Teile. vielen vielen Dank. Ihr schreibt wirklich hammermässig. Büdde ganz schnell weiter, denn Ihr könnt doch net an so einer Stelle aufhören. :D

06.12.2009, 21:47

einfach großartig !!!
:ok:
und
:danke:

06.12.2009, 21:57

Vielen dank für den schönen Part :danke: :danke:

06.12.2009, 22:00

Danke für den schöööönen teil :)

07.12.2009, 09:19

vielen Dank, konnte den teil erst heute morgen lesen, ich bin begeistert.

07.12.2009, 11:42

Das ist ja noch mal gut gegangen. :D
Bin auf die Fortsetzung gespannt.

07.12.2009, 19:57

Weiter gehts... :wink:

Part 20 - Candles & Angels

„Das Gleiche habe ich gestern auch gedacht, nachdem ich dir diese hässlichen Dinge an den Kopf geschmissen habe. Deswegen wollte ich auch eigentlich letzte Nacht noch mit dir reden. Aber das ging ja nicht…“ „Ach ja, gestern Abend“, unterbrach ich sie. „Normalerweise ist es nicht meine Art, den Kummer in Alkohol zu ertränken. Aber lass uns jetzt nicht mehr darüber reden. Wir haben ja alles geklärt.“
„Ja. Gott sei Dank“, entgegnete sie mir.
Noch immer hielt ich ihr Gesicht fest umschlossen in meinen Händen. So, als wollte ich sie nie wieder los lassen. Am liebsten hätte ich sie in diesem Moment geküsst, doch ich traute mich nicht. Ich wollte sie nicht überrumpeln und ihr die Zeit geben, die sie benötigt, um zu sich selbst zu finden. Zärtlich und voller Sehnsucht sah ich ihr in die Augen. Sie erwiderte meinen Blick und ehe ich mich versah, spürte ich auch schon ihre weichen Lippen. Es war nur eine leichte Berührung, ja fast schon ein Hauch, jedoch erschauderte ich umgehend. Stella merkte es sofort und sah mich mit einem lausbubenhaften Grinsen an.
Wir brauchten einfach keine großen Worte, um den anderen zu verstehen. „Und jetzt machen wir uns einen schönen Tag auf dem Weihnachtsmarkt. Was hältst du davon?“, fragte sie. „Ja gerne“, erwiderte ich fröhlich. „Aber ich fahre. Ich habe heute sowieso kein Verlangen nach Glühwein oder irgendeiner Art von Alkohol.“ „Hmm, woran das nur liegen könnte?“, neckte sie mich. „Keine Ahnung“, tat ich gespielt ahnungslos. „Aber vorher solltest du dir noch etwas anderes anziehen. Ich würde dich zwar auch im Pyjama mitnehmen, aber das könnte für größeres Aufsehen sorgen.“ Sie sah an sich herunter und erwiderte lachend: „Okay Chefin. Gib mir 15 Minuten und ich bin ausgehfertig.“

Während der Fahrt hatte Stella die ganze Zeit ihre Hand auf meinem Bein liegen. Und immer wenn ich zwischen lenken und schalten die Zeit fand, legte ich meine Hand auf ihre und streichelte sanft über ihren Handrücken.
Nach kurzer Fahrzeit waren wir auch schon da. Jedoch gestaltete sich die Parkplatzsuche als sehr schwierig. Es war anscheinend die Hölle los und innerlich verfluchte ich die Idee, an einem Samstag auf den Weihnachtsmarkt zu fahren. War ich doch von Natur aus noch nie ein geduldiger Mensch.
Nach außen hin ließ ich mir natürlich nichts anmerken, war ich doch so glücklich, den Tag mit Stella verbringen zu können. Und siehe da, nach einer gefühlten Ewigkeit fanden wir dann doch einen Parkplatz, sogar ganz in der Nähe des Marktes.

Dort angekommen, musste ich staunen. Lange war ich nicht mehr auf dem Weihnachtsmarkt gewesen und er kam mir überdimensional groß vor. Auch Stella erging es anscheinend so, denn sie sah mich mit leuchtenden Augen an und ein „Wow“ entfuhr ihr.
Sie hakte mich unter und wir schlenderten gemütlich von Stand zu Stand. Bewunderten die handgefertigten Weihnachtsdekorationen, kauften uns ein paar Leckereien und stellten immer wieder lachend fest, wie sehr unser Geschmack in allem doch übereinstimmte.
Als wir schon fast auf dem Markt durch waren, kamen wir an einen Stand mit ausschließlich handgefertigten Kerzen. Da der Stand riesig und sehr gut besucht war, löste sich Stella von meinem Arm, damit wir uns besser dort umsehen konnten. Ich war total fasziniert von diesen schönen Sachen und hätte alles leer kaufen können. Auf einmal fiel mein Blick auf eine Kerze in Form eines Engels und ich beschloss, diese für Stella zu kaufen. Hastig sah ich mich um wo sie war und stellte erleichtert fest, dass sie mit einem Verkäufer redete und nicht auf mich achtete. Schnell ging ich an die Kasse, um zu zahlen und das gute Stück verschwand umgehend in meiner Handtasche. Zufrieden lächelnd ging ich zu Stella. „Warum grinst du denn so?“, fragte sie mich. „Och nichts. Ich finde es einfach nur wunderschön gerade mit dir hier.“ Das war schließlich nicht gelogen, denn ich genoss wirklich den schönen Tag mit ihr.
Nachdem wir noch eine Kleinigkeit gegessen hatten, machten wir uns schließlich auf den Heimweg.

In der Wohnung angekommen, verschwand ich erst mal im Schlafzimmer, um mir etwas bequemeres anzuziehen. Anschließend ging ich in die Küche, um uns einen Tee zu kochen. Schließlich hatten wir auf dem Markt etliche Sorten gekauft und zumindest eine davon wollte ich probieren.
Ich wollte gerade nach Stella rufen, um sie zu fragen welchen Tee sie denn zuerst testen möchte, als sie auch schon hinter mir stand und ihre Arme um meine Taille legte. „Süße, kommst du bitte mal mit? Ich habe da etwas für dich“, raunte sie mir ins Ohr und zog mich an meinem Arm ins Wohnzimmer.
Dort angekommen, ging sie an ihre Handtasche, nahm eine Plastiktüte heraus und gab sie mir grinsend.
Gespannt schaute ich hinein und brach in schallendes Gelächter aus. „Was ist denn los?“, fragte Stella irritiert. „Wirst du gleich sehen“, antwortete ich und ging, immer noch lachend, zu meiner Handtasche.
Als ich ihr die Tüte übergab und sie hinein schaute, musste auch sie lachen. „Das darf doch nicht wahr sein! Du hast den gleichen Engel gekauft!“ „Ja“, entgegnete ich. „Als ich ihn sah, musste ich sofort daran denken, wie du mich an jenem Abend im Park aufgesammelt hast. Seit dem bist du mein persönlicher Engel…“
Antwort schreiben




Hosted by iphpbb3.com
Beliebteste Themen: Liebe, NES, TV

Impressum | Datenschutz