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04.12.2009, 18:56

Danke für die tollen Komplimente. Darüber haben wir uns sehr gefreut... :wink:

Part 15 – Close to you

Ein Lächeln umspielte bei diesem Satz ihre Lippen. Im Kerzenschein konnte ich die weichen und perfekten Konturen ihres wunderschönen Gesichts erkennen. *Was für ein Anblick*, dachte ich bei mir.
In Zeitlupe sah ich ihr Gesicht auf mich zukommen, bevor ich wieder diese unvergleichlichen Lippen auf den meinen spürte.
Ich merkte, wie ein Schauer durch ihren Körper ging, als ich sanft mit meiner Zunge über ihre Unterlippe strich. Bereitwillig öffnete Stella ihre Lippen um ihr Zutritt zu gewähren. Zärtlich ließen wir unsere Zungen miteinander spielen und unsere Küsse wurden immer heißer und fordernder.
Immer wieder unterbrachen wir unsere Küsse, um uns gegenseitig am Hals zu liebkosen und an den Ohrläppchen zu necken. Zärtlich, und doch voller Leidenschaft, ließen wir unsere Hände über den Körper des anderen wandern.
Ich hatte sämtliches Gefühl für Raum und Zeit verloren und verlor mich vollkommen in Stellas Zärtlichkeiten, bis ich auf einmal ihre Hand unter meinem Shirt wahr nahm.
In diesem Moment ging es mir zu schnell und ich wollte ein übereiltes Handeln unsererseits verhindern. So hielt ich ihre Hand fest und schaute sie an. „Stella, sei mir jetzt nicht böse, aber ich…wir…“ Weiter kam ich nicht, denn Stella legte zärtlich ihren Zeigefinger auf meinen Mund. „Ist schon okay. Ich bin auch dagegen, dass wir jetzt etwas überstürzen.“ Dankbar sah ich sie an und stellte wieder einmal fest, dass sie anscheinend meine Gedanken lesen konnte. Sprach sie doch genau das aus, was mir in diesem Moment durch den Kopf ging. Mit einem langen und leidenschaftlichen Kuss besiegelten wir unsere Abmachung.
Noch etliche Zeit lagen wir eng aneinander gekuschelt auf der Couch, streichelten und küssten uns immer wieder.
Es war schon weit nach Mitternacht als uns einfiel, dass uns am nächsten Tag der Arbeitsalltag wieder erwartete und wir beschlossen ins Bett zu gehen.
Ich schmiegte mich eng an Stella ran und legte meinen Arm um sie. Insgeheim wünschte ich mir, sie nie wieder los lassen zu müssen.
„Stella“, flüsterte ich ihr ins Ohr. Mit einem „Hmmm?“ verriet sie mir, dass sie noch wach war.
„Das mit uns beiden… ich finde es wunderschön!“.
Nun drehte sie sich um und ich sah direkt in ihre, im Mondlicht strahlenden Augen. „Ich auch, Carla. Und jetzt halt mich bitte ganz, ganz fest“, entgegnete sie mir. Mit einem langen und zärtlichen Kuss bekräftigten wir das gerade eben gesagte, bevor wir eng aneinander geschmiegt einschliefen.

Am nächsten Morgen erwachte ich von einem Kitzeln an meiner Nase. Als ich die Augen öffnete, musste ich grinsen. Es waren ihre Haare, die in meinem Gesicht kitzelten. Wir lagen noch genau so da als am Abend zuvor und ich hielt Stella immer noch fest umschlungen. Zärtlich und verträumt fuhr ich mit meiner Hand durch ihre weichen Haare und hauchte ihr einen Kuss in den Nacken. Von meinen Berührungen erwacht, drehte sie sich langsam zu mir um. „Guten Morgen“, sagte sie in einem verschlafenen Ton. „Wie lange bist du denn schon wach?“
„Dir auch einen guten Morgen“, entgegnete ich lächelnd. „Noch nicht allzu lange, aber ich habe es nicht über das Herz gebracht, dich zu wecken. Du hast so süß ausgesehen.“ Ich unterstrich meine Worte mit einem einfühlsamen Kuss, der von Stella sofort leidenschaftlich erwidert wurde. Schwer atmend lösten wir uns nach einiger Zeit voneinander.
„Carla, wir müssen beide auf die Arbeit“, ermahnte sie mich schmunzelnd. Zu meinem großen Bedauern musste ich ihr Recht geben. „Ja, leider. Ich würde viel lieber den Tag mit dir verbringen“, antwortete ich traurig. „Ich doch auch, aber wir sehen uns doch heute Abend wieder. Und jetzt hopp, hopp ins Bad.“, sagte sie augenzwinkernd. Mit großem Missmut stand ich auf um ins Bad zu gehen, jedoch nicht ohne Stella vorher noch einen Kuss auf die Nasenspitze zu geben.

Der Tag im Museum zog sich schrecklich in die Länge. Meine Gedanken kreisten nur um Stella und um den gestrigen Abend. Immer wieder hatte ich ihr Bild vor Augen und musste mich selbst ermahnen, um mich auf meine Arbeit konzentrieren zu können.
Dann war es endlich soweit. Voller Vorfreude schloss ich das Museum ab und ging in Richtung Innenstadt, um noch einige Dinge für den heutigen Abend zu besorgen. Ich hatte mir vorgenommen, Stella zu überraschen und für uns Spaghetti Gamberetti zu kochen.
Als ich alle Zutaten und den passenden Wein gekauft hatte, setzte ich mich ins Auto und fuhr in freudiger Erwartung Richtung Wohnung.
Ich schloss gerade die Haustür auf, als ich schon laute Stimmen vernahm. Ich ging, bepackt mit meinen Einkäufen, die Treppe hoch und erstarrte.
Dort stand Eric und führte eine lautstarke Diskussion mit Stella…

04.12.2009, 19:06

wow !!!
super teil !! :D
bitte schnell weiter schreiben !!! :wink:

04.12.2009, 19:26

Ohjeee nicht Eric :?

Klasse Fortsetzung :)
Schnell Weiter :mrgreen:

04.12.2009, 19:51

ja bitte schnell weiter schreiben

04.12.2009, 21:47

SUPER! Ihr habt vielleicht einen Sinn dafür Spannung aufzubauen... Klasse!

04.12.2009, 22:19

Hier noch ein Gute-Nacht-Part. Damit ihr auch gut schlafen könnt. :mrgreen: :mrgreen:

Part 16 - Burned

Keiner von beiden hatte mich wahrgenommen und so hatte ich die Möglichkeit, einem Teil der Auseinandersetzung beizuwohnen.
„Stella, du kannst doch nicht einfach so nach über 3 Monaten das Handtuch werfen. Ich liebe dich doch! Und ich glaube dir nicht, dass du nichts für mich empfindest“, hörte ich Eric sagen.
„Doch Eric, genau das musst du mir glauben. Ich habe nichts für dich empfunden und ich werde auch nichts für dich empfinden. Niemals! Erst Recht nicht, nachdem ich weiß, was du mit Carla gemacht hast“, konterte sie.
Das war mein Stichwort. „Hallo Eric.“ Trotz allem was war, musste ich leicht schmunzeln. Ich merkte, wie egal mir Eric doch nach so kurzer Zeit schon war.
Mit aufgerissenen Augen starrte er mich an. Dieser Blick kam einer Sensation gleich. „Wie…woher…was machst DU hier? Ihr kennt euch?“, stammelte er, mühsam um Fassung ringend. Wir mussten beide grinsen. Dieses Spiel gefiel uns und wir hatten alle Trümpfe auf unserer Seite.
Stella kam mir zuvor und erzählte ihm die Kurzfassung unseres Aufeinandertreffens und das ich-mit einer kurzen Unterbrechung-seit dem bei ihr wohne. Unser Gefühlswirrwarr der letzten Tage ließ sie aber aus. Das ging ihn schließlich nichts an. Er kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, stellte er doch fest, wie klein die Welt ist. Ich hatte Stella’s Erzählungen nichts mehr hinzuzufügen und das Kapitel Eric war für mich endgültig abgehakt. Mit einem „Also dann, ich wünsche dir was“, drängte ich mich an ihm vorbei in die Wohnung und ging in Richtung Küche.
Ich hörte noch, wie Eric von Stella mit einem „Tschau“ verabschiedet wurde, bevor die Wohnungstür ins Schloss fiel. Sie kam zu mir in die Küche und wir brachen beide in schallendes Gelächter aus, als wir uns an Eric’s Gesichtsausdruck erinnerten. „Hmm willst du kochen?“, fragte sie, als wir uns wieder gefasst hatten, mit einem Blick auf die Einkaufstüte. „Ja, ich hoffe du magst Spaghetti Gamberetti?“ „Ja, sehr gerne sogar. Kann ich dir irgendwie behilflich sein?“ „Ja, du kannst aus der Küche verschwinden, denn ich möchte alleine für DICH kochen“, entgegnete ich augenzwinkernd. „Sehr wohl, Frau Gräfin. Dann verschwinde ich jetzt mal ins Bad“, konterte sie lachend. Sie wusste genau, dass sie mich mit dem Ausdruck „Gräfin“ ärgern konnte. Ich mochte ihn nicht besonders und seit meinem 18ten Lebensjahr habe ich mich auch nicht mehr als eine solche gefühlt. „Nun hau schon ab“, erwiderte ich gespielt böse und Stella verschwand im Bad, jedoch nicht ohne mir vorher noch grinsend einen Luftkuss zuzuwerfen.
Ich war gerade dabei, mich mühsam auf die Zubereitung der Spaghetti zu konzentrieren, als mich von hinten 2 Arme umschlungen und mir zärtlich ein Kuss in den Nacken gehaucht wurde. Sofort stellten sich bei mir sämtliche Haare am ganzen Körper auf. Ich drehte mich in ihren Armen um und sah direkt in ihre frech funkelnden Augen. „Na. Wird das was mit unserem Essen?“, fragte sie kess und ich musste schlucken. Wie sollte ich mich bei so einem Anblick noch auf was konzentrieren können? „Bis gerade eben, ja“, konnte ich gerade noch so mit heiserer Stimme entgegnen, als ich auch schon ihre weichen Lippen auf meinen spürte. Ich legte meine Arme in ihren Nacken, um sie näher an mich ran zu ziehen und wir verloren uns in einem nicht enden wollenden Kuss. Wir ließen unsere Hände leidenschaftlich über den Körper des anderen streichen und unsere Zungen vollführten einen heißen Tanz.

Als wir uns nach einer gefühlten Ewigkeit schließlich schwer atmend voneinander lösten, stieg mir ein seltsamer Geruch in die Nase. „Verdammter Mist, die Garnelen!“, entfuhr es mir und ich eilte Richtung Herd. Doch es kam jede Hilfe zu spät. Kohlrabenschwarz lagen die Garnelen in der Pfanne. Ich war gerade voller Wut und Enttäuschung über mich selbst den Tränen nahe, als Stella neben mich trat und mir zärtlich über die Wange strich. „Ist doch nicht so schlimm. Wir bestellen uns einfach was und machen uns einen gemütlichen Abend“, sagte sie tröstend. Gequält lächelnd entgegnete ich: „Okay, auf was hast du denn Lust?“ „Hmm, Pizza oder Chinesisch? Entscheide du.“ Da musste ich nicht lange überlegen. „Pizza!“, kam es wie aus der Pistole geschossen.
Stella bestellte unsere Pizza und während wir auf die Lieferung warteten, verschwand auch ich unter der Dusche.
Als ich zurück ins Wohnzimmer kam, stieg mir schon der einzigartige Pizzaduft in die Nase. Nebeneinander saßen wir gemütlich auf der Couch und ließen es uns schmecken. Anschließend holte Stella noch eine Flasche Rotwein und kuschelte sich eng an mich.
Zärtlich streichelte ich über ihre Arme, ihr Haar und blieb schließlich an ihrem Nacken hängen. Mit einem zufriedenen Grinsen registrierte ich, dass sich ihre Nackenhaare aufstellten und sie eine Gänsehaut bekam. Sie drehte sich zu mir herum und wir sahen uns tief in die Augen, bevor wir uns wiederum in einem leidenschaftlichen Kuss verloren. Als unsere Zungen sich trafen, konnte ich ein leises Stöhnen nicht unterdrücken und mein grenzenloses Verlangen nicht zügeln. Vorsichtig ließ ich meine Hände unter Stella’s Shirt wandern…

04.12.2009, 22:27

Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschliessen, wirklich super geschrieben, büdde schnell weiter schreiben. :D

04.12.2009, 22:39

Ehhh wie könnt ihr nur an so einer Stelle aufhören :?: :?: :?: :D

Aber ich weiß ja ...es gehört dazu um die Spannung aufrecht zuhalten :lol: :lol:

Super Teil,mal wieder ;-)
Ihr macht eure Arbeit echt super :mrgreen:

Ich liebe eure Geschichte !

05.12.2009, 23:20

Hey ihr Lieben! Sorry, dass es so spät geworden ist...

Part 17 - Disillusion
Ich stoppte, als sie meine Hand nahm und zu ihrem Herzen führte. Stella blickte mir nun tief in die Augen und fragte: "Spürst du das? Wie sehr mein Herz nach dir verlangt und es immer schneller schlägt? Du allein bist der Grund dafür. Ein überwältigendes Gefühl, was mir noch nie wiederfahren ist." Weg war mein Verlangen, so herzzerreissend waren ihr Worte. Dieses Pulsieren ihres Herzens brachte mich völlig aus dem Konzept und ich wollte diesen Moment am liebsten für immer festhalten. Ich legte mich auf sie, schaute ihr immer noch in diese glänzenden und atemberaubenden Augen. Ihr Atem war gleichmäßig und doch schlug ihr Herz wie wild. Immer wieder küsste ich sie am Hals und sie strich mir dabei langsam durchs Haar. Ich fühlte in diesem Augenblich nichts anderes wie Glück und Liebe. Eine Liebe, die ich nie zuvor hatte. Wir kuschelten noch eine ganze Weile, bis wir schließlich zusammen einschliefen.

Am nächsten Morgen wollte ich gar nicht erst aufstehen. Doch Stella trieb mich mal wieder an, endlich aus den Federn zu kommen, denn schließlich wollte ich ja meine Arbeit behalten. Sie war seltsam ruhig und in sich gekehrt, doch ich wollte sie nicht darauf ansprechen, denn ich tat es als Laune ab. Sie gab mir zum Abschied nur einen flüchtigen Kuss und schon war sie aus der Tür verschwunden. *Was ist denn heute nur mit ihr los. Sie wird doch wohl nicht krank werden? Oder bereut sie die vergangenen Tage mit mir?* Angst und Panik machten sich in mir breit. Ich wollte Stella nich verlieren. *Es fällt ihr vielleicht schwerer damit klar zu kommen, dass sie sich in eine Frau verguckt hat, als mir.* Liebe war für mich Liebe, egal wem man sie widmete. Ob Frau oder Mann - was spielt das für eine Rolle? Die Gefühle zählen. Natürlich hatte ich auch Zweifel, doch nach letzter Nacht waren sie fast weggewischt. Ich fühlte mich bei Stella angekommen, es war Schicksal, dass ich sie traf. Ja - sie ist eine Frau und nie war ich mit einer zusammen, doch das alles ist nicht wichtig. Sie ist der Mensch, der mich berührt, mich umsorgt, mich wärmt, mich beschützt und mir unendlich viel Geborgenheit gibt. Sie ist der Sinn meines Lebens, nachdem ich immer suchte. Jetzt fand ich ihn und will nie wieder ohne sie sein.
Ich verließ nun auch ich die Wohnung um auch pünktlich im Museum zu erscheinen. Schließlich gab es heute wieder eine Menge Arbeit.

Stella saß mit traurigem Gesicht wieder alleine im Pausenraum. Sie dachte über Carla nach und was bisher zwischen ihnen passiert war. *Sie ist so wunderschön. Ein Mensch, den ich in mein Herz geschlossen habe und nie mehr gehen lassen will. Ihre Lippen so weich, ihre Haut so zart, ihr Lachen so wohlklingend, ihr Lächeln wie ein Sonnenstrahl.
Und doch ist da eine Barriere, die ich nicht bezwingen kann. Sie ist eine Frau, eine wunderschöne sogar. Doch bin ich mir nicht sicher, mich ganz auf sie einlassen zu können. Ich genieße ihre Küsse und ihre Zärtlichkeiten - doch was ist, wenn sie mehr will? Bin ich bereit dazu? Ist es auch das, was ich will? Reicht meine Liebe um das alles zu überwinden - meine Ängste, meine Sorgen, meine Bedenken? Ich will Carla nicht verletzen, sie ist der wunderbarste Mensch auf Erden. Doch kann ich mein Leben mit einer Frau verbringen? Mich ihr voll und ganz hingeben? Ich will sie berühren, will sie küssen und trotzdem habe ich Angst davor, den nächsten Schritt mit ihr zu gehen. Angst, mich überhaupt jemanden wieder vollends hinzugeben, alles drum herum zu vergessen und in eine andere Welt einzutauchen. Ich habe doch jahrelang erfolgreich alle Gefühlsduseleien von mir fernhalten können. Warum macht mich diese Frau so wahnsinnig und weckt Gefühle in mir, die ich nie zuvor spürte? Ich muss die Notbremse ziehen, ich will das alles nicht mehr - ich möchte endlich wieder die ungebundene und gefühlsfreie Stella sein, die ich vor kurzem noch war. Auch wenn ich Carla damit weh tun werde. Ich kann es einfach nicht, sie ist eine Frau.* Mit diesen Gedanken verschwand sie wieder an die Arbeit, die sie wenigstens ein bisschen ablenken sollte.

Ich schloss die Tür zu Stella's Wohnung auf und sah, dass Stella noch nicht da war. Also dachte ich mir, dass ich den Tisch schon mal decken könnte. Gesagt, getan - schon war ich fertig, als ich vernahm, dass Stella endlich nach Hause kam. "Hey Süße, endlich bist du da.", sagte ich freudestrahlend. "Freut mich auch dich zu sehen. Du hast ja schon gedeckt! Tut mir leid, aber mein Tag war total anstrengend, ich geh gleich ins Bett", entgegnete sie in einem seltsamen Ton. "Aber ich..." "Carla, ich bin wirklich geschafft!", unterbrach sie mich. Traurig blickte ich ihr hinterher, wie sie ins Schlafzimmer ging und räumte den Tisch wieder ab. Als ich fertig war, ging ich nochmal schnell ins Bad, um mich bettfertig zu machen. Vorsichtig legte ich mich hin, doch Stella war noch wach, denn sie schaute mich an. Dann drehte sie sich um und sagte: "Gute Nacht, schlaf schön." Ich wusste nicht, was ich machen sollte, war sie doch so anders heute wie sonst. Ich kuschelte mich von hinten an sie ran und legte mein Arm um sie, doch Stella signalisierte mir, dass sie das nicht wollte, indem sie sich von mir mit ihrem Körper distanzierte. Wieder stieg dieses Angstgefühl in mir auf und ich ging schließlich ihrem Wunsch nach, indem ich mich wieder von ihr wegdrehte. Ein unaufhörlicher Schmerz machte sich in mir breit. *War das alles gestern Abend nur Einbildung? Ein Traum? Eine Täuschung?* Ich wusste keine Antwort darauf, doch schon bald sollte ich eine bekommen.

Es war endlich Freitag und somit standen 2 freie Tage in Aussicht. Als ich völlig geschafft von der Arbeit nach Hause kam, sah ich Stella im Bad, wie sie sich zurecht machte. Ich ging zu ihr und fragte was sie denn noch vor hat, hatte ich doch gedacht, dass wir den Abend jetzt gemeinsam verbringen. "Ich gehe noch aus Carla. In den Club von neulich. Ich will mal wieder was erleben!" Ungläubig starrte ich sie an, bis ich meine Sprache wiederfand: "Ich bin zwar ganz schön geschafft, aber würde auch gerne mal wieder einen drauf machen." "Carla, tut mir leid. Ich bin jetzt fertig und will los. Wenn du unbedingt willst, kannst du ja nachkommen. Obwohl dir ein bisschen Ruhe bestimmt auch gut tun würde." "Du würdest mir gut tun!", entgegnete ich frech. "Dafür habe ich jetzt keinen Kopf, sorry", gab sie frostig zurück. Ich hielt sie am Arm, denn sie war im Bgriff zu gehen. Ich sah ihr in die Augen und fragte sie jetzt direkt: "Stella, was ist los? Hab ich was falsch gemacht? Du bist so anders, so abweisend und distanziert." "Sorry, ich bin spät dran, bitte lass mich los und klammere nicht immer so. Wir können das auch später klären!" "Nein, ich möchte jetzt eine Antwort. War das etwa alles eine Lüge in den letzten Tagen zwischen uns?" Mir kamen bei diesem Satz bereits die Tränen und Stella schaute mich nun nicht mehr an. Dann sagte sie: "Ja Carla, die letzten Tage, es war alles nur eine Einbildung, ein schöner Zeitvertreib - mehr nicht..."

06.12.2009, 00:58

na das kann ja heiter werden !!! :mrgreen: :mrgreen:
die geschichte niehmt ja eine ganz andere wendung !!! :wink:
gefällt mir ausgesprochen gut !!! :wink:

06.12.2009, 12:27

heute habe ich die letzten Kapitel gelesen, wirklich sehr schön geschrieben, spannend und überraschend. Man fühlt richtig wie es zwischen den Beiden knistert.
Aber ihr habt wirklich die Begabung die Spannung zu erhalten. Ich hoffe, dass es heute noch weitergeht, :flehen: :flehen:

06.12.2009, 16:51

Einen schönen 2. Advent wünsch ich euch :wink:


Part 18 - All that matters

Sprach sie und ging, ohne sich umzudrehen. Sie ließ mich wirklich stehen, nicht EIN tröstendes Wort oder eine einzige Berührung. Ihr Verhalten und ihre Worte versetzten mir einen Stich ins Herz. Ich sank verzweifelt und heulend zu Boden, krümmte mich und ließ meinen Tränen freien Lauf. Wie konnte sie nur so eiskalt sein, nachdem wir solche Zärtlichkeiten miteinander geteilt haben? Ich verstand die Welt nicht mehr und gab mich meinem Schmerz hin. Wie lange ich da auf dem Boden lag, weiß ich nicht mehr - nur eines wusste ich - dass ich verzweifelt war. Stella hielt es noch nicht einmal für nötig sich zu erklären. Diesen kalten Blick werde ich so schnell nicht vergessen. Sie flüchtete regelrecht vor mir. Ich konnte mir nicht erklären was schief gelaufen war. Stets hatte ich das Gefühl, dass sie genauso fühlte wie ich, sich genauso nach mir sehnte, wie ich mich nach ihr. War das alles nur ein perfides Spiel? Steckte sie vielleicht sogar mit Eric unter einer Decke? Der Gedanke daran gab mir den Rest. Schnell griff ich zu der Flasche Rotwein, die in der Küche stand und leerte sie innerhalb von Minuten. Mir wurde schlecht und ich musste mich sofort übergeben. Ich schaffte es gerade noch so ins Bad. Es ging mir hundeelend und ich wünschte dem Tod nahe zu sein. Ich beschloss unter die Dusche zu gehen, um halbwegs klar zu werden, doch es half so gut wie nichts. Schlafen war das einzige, was mir jetzt noch helfen konnte.
Gedankenvoll und immer noch mit feuchten Augen legte ich mich ins Bett, in der Hoffnung, dass alles nur ein Alptraum war und ich am nächsten Morgen aus diesem erwachen würde.

Es war mitten in der Nacht. Stella tanzte und tanzte, als ob es um ihr Leben ginge. Auf einmal sprach sie ein Typ an. Er sah recht ordentlich aus und lud Stella auf einen Drink ein. Diese war erst skeptisch, aber sein Charme überzeugte sie dann doch. Er war groß und muskulös, hatte kurze schwarze Haare und trug einen weißen Anzug. Beide bestellten nun ein Getränk ihrer Wahl und setzten sich in eine Ecke, um ungestört zu sein. "Bist du öfter hier?", begann er das Gespräch. "Das zweite Mal erst, ich habe erst vor kurzem von diesem Laden gehört.", antwortete Stella. "Kein Wunder, dass ich dich bisher hier nie gesehen habe. Bist du alleine hier oder treiben sich noch Freundinnen von dir hier rum oder vielleicht sogar dein Freund?" "Nein, ich bin Single und bin auch alleine hier", antwortete sie. Bei diesem Satz musste sie an Carla denken. Wie es war, als sie zusammen das erste Mal tanzen waren in diesem Club. Carla strahlte übers ganze Gesicht und wie sie tanzte, einfach wow. Dann Carla's Outfit, das so wunderbar ihren tollen Körper hervor hebte. Und zu guter Letzt der eng umschlungene Tanz mit ihr, als ein ruhigerer Song gespielt wurde. In diesem Augenblick vergaß sie alles um sich herum, so sehr genoss sie Carla's Nähe beim Tanzen. "Hallo? Jemand zu Hause?", riss Stella eine Männerstimme aus den Gedanken. "Ähm...ja... entschuldige bitte", antwortete sie ihm. "Ach wenn du an mich gedacht hast, soll es mir recht sein." Nun lief sie rot an und wurde verlegen. "Nicht so schüchtern, kleines", begann er wieder das Gespräch. Sie war völlig aus dem Konzept und stammelte vor sich hin. "Du bist ja noch süßer, wenn du so verlegen bist", gab der junge Herr von sich. "Was hältst du von einem Ortswechsel und ein bisschen Spass?", fragte er jetzt direkt. Sie war sich nicht sicher und doch sagte sie zu, nur um Carla endlich aus ihren Gedanken zu vertreiben. Er bezahlte ihre Drinks und beide verschwanden kurzerhand und gingen zu seinem Auto. Kaum eingestiegen, begann er auch schon Stella entlang ihres Halses zu küssen und ihre Jacke aufzuknöpfen. Als er sich einige Augenblicke später an ihrer Hose zu schaffen machte, hielt sie ihn fest und sagte: "Es tut mir leid, ich kann nicht." "Hallo? Das ist jetzt nicht dein Ernst oder? Spinnst du? Erst heiß machen und dann fallen lassen? So läuft das nicht", entgegnete er in einem verärgerten Ton. "Doch das geht und jetzt danke ich dir für den Drink und fahre nach Hause - alleine! Mach's gut!" Schnell zog sie sich an und flüchtete geradezu aus dem Auto.

Als sie in ihrem Auto saß, merkte sie, wie die Anspannung von ihr abfiel. *Was war das gerade? Stella Mann, hast du noch einen Funken Ehre im Leib? Schmeißt dich wieder dem erst besten Kerl an den Hals, nur um dir zu beweisen, dass du es noch drauf hast.* Stella war erschrocken über sich selbst. Ihre Gedanken drehten sich wieder um Carla. *Carla-mein Herz, meine Seele...sie muss mich regelrecht für ein eiskaltes Biest halten, dass sie nur benutzt hat. Ich schäme mich so. Wie konnte ich sie nur so abweisen? Das hat sie nicht verdient - so behandelt zu werden. Ich bin doch so ein Vollidiot. Mache mich verrückt, weil sie eine Frau ist und vergesse dabei, dass nicht das Geschlecht entscheidend ist, sondern die Intensität der Liebe. Sie war für mich da, gab mir all ihre Liebe, offenbarte sich, flutete mein Herz mit Wärme, entfachte Sehnsüchte in mir, die ich mir nie erträumte. Das Schicksal wollte, dass wir uns treffen - daran glaube ich fest. Nur ich alleine habe es in der Hand, etwas daraus zu machen. Sie hat eine Anziehungskraft die ihresgleichen sucht, ich verliere mich in ihren Augen, in ihrem verschmitzten Lächeln und in ihren zarten Armen, die ich unaufhörlich um mich geschlungen haben könnte. Ich bin ihr dankbar, dankbar für alles was sie ist, für alles was sie gibt, für alles was sie fühlt und das sie mir gezeigt hat, wie wertvoll ich für sie bin. Sie gibt mir das Gefühl, endlich wieder lieben zu können...

06.12.2009, 17:55

Na endlich ist Stella aufgewacht !!! :wink:
gott sei dank !!
Arme Carla !!!
Jaja der liebe Alkohol und dann auch noch Rotwein,das konnte ja nicht gut gehen . :mrgreen:
Wieder super geschrieben.
Weiter so !!! :wink:
Zuletzt geändert von Isabel30 am 05.02.2010, 23:29, insgesamt 1-mal geändert.

06.12.2009, 18:17

vielen Dank für die tolle Fortsetzung, wünsche euch auch einen schönen zweiten Advent.
Gibt es denn Hoffnung, das heute noch ein teil kommt, ich will aber nicht drängen.
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