cic hat geschrieben:
Novemberstern hat geschrieben:
Alleine dadurch, dass ich mir diese Sendung anschaue, begebe ich mich ja in gewisser Weise mit an das Schlammloch
Ich wußte nicht, daß Du Dich mit der Sendung derart stark identifizierst. Tatsache ist nunmal, daß der Zuschauer zuhause sitzt und nicht am Schlammloch.
Wahrscheinlich ist mein Fernseher zu groß und das HD Bild zu scharf, so dass diese Illusion entsteht.
Hoffentlich gibt es in Zukunft nicht noch irgendwann eine Dschungelcamp Ausgabe in 3D.

cic hat geschrieben:
Novemberstern hat geschrieben:
Wenn ich allerdings Kritikpunkte wie Werteverfall, mangelnde Bildung und Kultur, mangelnde Menschlichkeit und Nächstenliebe, mangelnde Achtung vor Mensch und Tier, sowie den Ekelfaktor vorbringe, dann dürfte ich mir auch keine Serie wie "Game of Thrones" anschauen, die sich weltweit eines großen Erfolges erfreut. Denn was ich dort zu sehen bekomme ist extrem brutal, blutig und sexlastig. Es wird gemordet, gesoffen und gehurt
Ja, und? Das Morden, Saufen und Huren wird aber
nicht als positiv dargestellt.
Und das macht die Sache besser? Krieg, Morden, Saufen, Huren, Inzest, Folter, Gewalt an Prostituierten, Massenvergewaltigungen, sexuelle Gewalt in jeder Form, all das wird als gegeben dargestellt. Nach dem Motto: Im Mittelalter waren die Umstände eben so, da gibt es nichts zu verherrlichen. Und wenn das Blut spritzt, die Köpfe rollen, vergewaltigt und gefoltert wird, dann blendet die Kamera nicht aus. Nein, die Kamera hält voll drauf! Extreme Brutalität im Kinoformat, die für Quote sorgt.
Werden mir in dieser Fantasy-Serie Bildung und Kultur, Menschlichkeit und Nächstenliebe oder Achtung vor Mensch und Tier nahe gebracht?
Um es mit deinen Worten zu sagen, "doppelt und dreifach drauf gesch..."
cic hat geschrieben:
GoT hat mal orginal gar nichts mit dem DC gemeinsam. Der Vergleich erschließt sich mir nicht mal im Ansatz.
Beide Formate haben gemeinsam, dass man seitens der Produktion versucht, mit einem reißerischen Konzept hohe Einschaltquoten zu erzielen.
cic hat geschrieben:
Novemberstern hat geschrieben:
Die Ekelesserei dürften sie sich gerne schenken - aber jeder, der diesen Punkt massiv kritisiert soll bitte erst zum Vegetarier werden, denn Massentierhaltung und Massentierschlachtung in der so genannten Zivilisation stehen für mich damit auf einer Stufe.
Das ist eine sehr interessante Aussage. Du sagst damit aus,
daß die Sendung "auf einer Stufe" mit Tierquälerei("Massentierhaltung", "Massentierschlachtung")
steht.Das ist eine Interpretation deinerseits, die Ursprungsaussage war meinerseits anders gemeint.
Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass im Bezug auf den Ekelfaktor der Schweineanus im Dschungel nichts anderes ist als die Wurst auf deinem Brot.
In Wurst kommt alles rein, was nicht als Steak oder Kotelett über die Ladentheke geht: Innereien, Hälse mit Speiseröhren, Beine, Schwänze, Augen, alte Wurst - Abfälle. Das wird mit Gewürzen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und Chemie zusammengemischt und kommt anschließend in den Verkauf. Bevor laut "Igitt" geschrien und das Verspeisen von Würmern, Spinnen, Hoden und Penisen kritisiert wird, sollte man zunächst darüber nachdenken, was man selbst täglich auf seinem "zivilisierten" Speiseplan stehen hat. Wer täglich Fleisch und Wurst aus Massentierhaltung verspreist, der ist aus meiner Sicht nicht berechtigt, das Dschungelessen an den Pranger zu stellen.
Vero hat geschrieben:
Novemberstern hat geschrieben:
Mag daran liegen, dass die diesjährige Campbesetzung einfach so wenig Stoff geliefert hat. So bedankte sich Sonja am Ende der Wiedersehensshow ja auch noch beim Team, das "aus weniger mehr gemacht hat".
Für mich hat grade dieser Umstand aber gezeigt, dass das Format durchaus kein Selbstläufer ist. Alles steht und fällt im Grunde mit den Kandidatinnen und Kandidaten bzw. auch damit, wie das Team zusammengestellt wird. Sonjas und Daniels spitze und gemeine und vor allem selbstironischen Kommentare leben vor allem davon, wer im Camp ist, leben von der Interaktion der Leute - und ohne die Substanz, die es sonst eigentlich immer gab, kamen ihre Kommentare in dieser Staffel zwar immer noch witzig, aber nicht so pfiffig und pfeilgenau rüber wie z.B. noch letztes Jahr...
Das stimmt.
Für die Produktion ist es jedes Jahr ein nicht kalkulierbares Risiko, denn niemand weiß, in welche Richtung sich das Zusammenleben der unterschiedlichen Charakteren unter Extrembedingungen im Laufe der 16 Tage entwickeln wird. In diesem Jahr übertrafen sich die Camp-Insassen hauptsächlich im Nichtstun und im Rumliegen. Zeit absitzen und Geld kassieren. Die einzige brauchbare Interaktion gab es wirklich nur zwischen Maren und Walter. Ich hätte es interessant gefunden, wenn es neben Walter noch einen zweiten, ähnlichen Selbstdarsteller im Camp gegeben hätte. Das hätte sicherlich Konfliktpotential gehabt. Mich hat es auch gewundert, dass es in diesem Jahr alle immer sehr verständnisvoll hingenommen haben, wenn bei der Prüfung fast keine Sterne geholt wurden. Wenn sich eine derartige Camp-Lethargie und solche Schlaffi-Prüfungen im nächsten Jahr wiederholen, kann es ganz schnell in den Quotenkeller gehen.
Im letzten Jahr mochte ich besonders die Kombi Melanie & Larissa. Wenn Larissa zu sehr genervt hat, hat Melanie ihr immer ohne Umschweife die Meinung gegeigt - hat sie gleichzeitig aber auch immer unterstützt.