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BeitragVerfasst: Mi 6. Apr 2016, 11:38 
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Hey Vero :redknuddel: ! Ganz, ganz vielen Dank :redknuddel: !

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BeitragVerfasst: Mi 13. Apr 2016, 10:23 
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katja nicodemus im gespräch über freeheld

sie findet den film nicht gelungen, mag aber julianne moore und ellen page und ordnet den film in den kontext filme mit/über homosexuelle/n ein, was ich gut finde, ich mag auch, dass sie am ende namen von queeren schauspielikonen nennt, die sich zeit ihres lebens in der öffentlichkeit (natürlich) nicht geoutet haben. dem moderator ist das aber offenbar etwas unangenehm.

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/drad ... 89a871.mp3

ich habe den film leider noch nicht gesehen, hoffe aber, ich schaffe das diese woche


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BeitragVerfasst: Mi 13. Apr 2016, 16:16 
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Danke, danke :knuff: . Das war sehr interessant. Ich war überrascht über die Position von Katja Nicodemud, fand sie aber sehr schlüssig. Kanntest du die vorher, Heidi? Mir sagt der Name nichts.

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BeitragVerfasst: Mi 13. Apr 2016, 16:57 
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ja, ich kannte sie schon.

sie ist eine der frauen in deutschland, deren meinung zu filmen mich wirklich interessiert.

sie ist die kino-chefin der zeit (die ansonsten eher nicht meine lieblingszeitung ist).

sie schreibt allerdings nicht (mehr) so oft selbst, macht aber recht viele gespräche im radio und auch im fernsehen. bei der berlinale ist sie bei der eröffnungs- und bei der abschlussberichterstattung immer dabei.

ich stimme, was filme angeht, nicht immer mit ihr überein (sie fand "carol" zum beispiel einen wunderhübschen film :kussmund: :huhu:), aber ihre positionen und beobachtungen sind meist interessant.

das thema gender, lgbt etc. interessiert sie. vielleicht ist es auch privat ihr ding. keine ahnung. in jedem fall sind es keine anfänger-sätze, die sie dazu sagt. ich meine, welcher heterosexuelle stört sich schon daran, dass homosexualität gern aus den offiziellen lebensläufen von schauspielern getilgt wird? und wie filmgeschichten über uns erzählt werden? und wer sagt es dann auch noch?


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BeitragVerfasst: Mi 13. Apr 2016, 19:47 
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Das ist ja total spannend, was du schreibst, Heidi. Ganz vielen Dank für die Information! Abgesehen davon, dass ich die allein "von der Stimme her" sofort sympathisch fand, hat mir ihr spezieller "Blick" sehr gut gefallen. Das kenne ich gar nicht von den KritikerInnen, dass ihnen die schwierige Beziehung von LGBT-Filmen und Hollywood auffällt, geschweige denn, dass sie diese erwähnen und hinterfragen. Normalerweise ist ja immer alles "easy-peasy" und wir sind alle so tolerant und können jetzt sogar lesbisch-schwule Filme in Hollywood schauen und uns daran erfreuen und sie behandeln wie einen "normalen Film" etc. etc.

Aber diese Kritikerin legt den Finger genau in die Wunde (jetzt mal ganz unabhängig von dem Film "Freelance", den ich auch noch nicht kenne und sicher positiver bewerten werde als sie :mrgreen: ). Seitdem ich weiß, dass alle LGBT-Filme, die jemals in irgendeiner Kategorie mit einem Oscar bedacht wurden, schlecht ausgingen, habe ich mich immer noch nicht wieder beruhigt. Aber ich bin es so gewohnt, dass das niemanden außer uns selbst interessiert :wink: . Insofern ziehe ich den Hut vor Frau Nicodemus.

:respekt:

Nochmal danke für die Info :knuff: . Den Namen werde ich mir merken.

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BeitragVerfasst: Mi 13. Apr 2016, 20:29 
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kimlegaspi hat geschrieben:
Seitdem ich weiß, dass alle LGBT-Filme, die jemals in irgendeiner Kategorie mit einem Oscar bedacht wurden, schlecht ausgingen, habe ich mich immer noch nicht wieder beruhigt.


das ist schon bemerkenswert

aber ich bin trotzdem zuversichtlich

auch was von frauen gemachte filme angeht

und sage es mal mit den worten der regisseurin isabel coixet

"wir frauen müssen weiterkämpfen, aber ohne bitterkeit!"

und die männer natürlich auch - klaro

:rainbow:


Zuletzt geändert von Heidi.M am Mi 13. Apr 2016, 20:35, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi 13. Apr 2016, 20:31 
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Wohl wahr. Wusstest du, dass der Anteil an weiblichen Regisseuren in den USA bei 4% liegt? Da kann ich mich deinem Zitat nur anschließen!

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BeitragVerfasst: Mi 13. Apr 2016, 20:41 
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http://www.sueddeutsche.de/kultur/isabe ... -1.2595367

nein, aber in dem interview mit ihr in der süddeutschen zählt die regisseurin auf, welche frauen auf der welt ihr auf anhieb einfallen, die nur von regie leben können, es sind fünf - inklusive ihr selbst :|


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BeitragVerfasst: Do 14. Apr 2016, 21:01 
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Registriert: Sa 14. Nov 2015, 20:06
Beiträge: 720
@Heidi: danke für den Link zum Interview.
Eine angenehmes, aufgeräumtes und klares Statement.

Und was Frauen als Regisseurinnen in Hollywood angeht. Ich bin nicht mit jedem Punkt ihres Interviews einverstanden und teilweise strotzt es auch vor den typisch flachen, stereotypen uninspirierten Fragen, aber dazu die Ausführungen von Julie Delpy ("krass, aber interessant", sage ich da nur insiderisch.. :wink: ):

<<Fühlen Sie sich nach all der Zeit noch fremd in Hollywood? >>
>> Durchaus. Ich kann Ihnen sagen, dass in Los Angeles einige Agenten und Produzenten gezielt unterwegs sind, um Frauen zu verletzen. Das sind Leute, die ihre Macht auf keinen Fall teilen wollen. Das ist verrückt, das ist krank. Dieser patriarchalischen Grundordnung ist schwer beizukommen.

Und über Regisseurinnen:
.... Hollywood hat ein Problem mit Regisseurinnen. Sie kommen dort kaum vor. Es gibt zwischen ihnen keine Solidarität, sie stärken sich nicht gegenseitig.

Und Schauspielerinnen:
...wissen Sie, über Feminismus zu reden und danach zu handeln sind zwei ganz verschiedene Dinge. Viele Frauen wollen dann doch von alten Männern gefilmt werden und das Begehren spüren. Die wütende Rede von Patricia Arquette bei der Oscar-Verleihung vor einem Jahr war toll, aber danach ist nicht viel passiert. >>

http://www.haz.de/Sonntag/Promi-Talk/Li ... ulie-Delpy

Freeheld steht dann aber trotzdem auf dem Programm... Merci für den Tipp...


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BeitragVerfasst: Do 14. Apr 2016, 21:15 
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Registriert: Do 11. Nov 2010, 22:03
Beiträge: 10804
Zitat:
.... Hollywood hat ein Problem mit Regisseurinnen. Sie kommen dort kaum vor. Es gibt zwischen ihnen keine Solidarität, sie stärken sich nicht gegenseitig.

Und Schauspielerinnen:
...wissen Sie, über Feminismus zu reden und danach zu handeln sind zwei ganz verschiedene Dinge. Viele Frauen wollen dann doch von alten Männern gefilmt werden und das Begehren spüren.


:roll:

Schön den Frauen die Schuld in die Schuhe schieben. Echt arm.


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BeitragVerfasst: Do 14. Apr 2016, 21:48 
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Registriert: Sa 14. Nov 2015, 20:06
Beiträge: 720
Vero hat geschrieben:
Zitat:
.... Hollywood hat ein Problem mit Regisseurinnen. Sie kommen dort kaum vor. Es gibt zwischen ihnen keine Solidarität, sie stärken sich nicht gegenseitig.

Und Schauspielerinnen:
...wissen Sie, über Feminismus zu reden und danach zu handeln sind zwei ganz verschiedene Dinge. Viele Frauen wollen dann doch von alten Männern gefilmt werden und das Begehren spüren.


:roll:

Schön den Frauen die Schuld in die Schuhe schieben. Echt arm.


Schuld? Welche Schuld an was? Sie beklagt nur, dass die mangelnde Frauensolidarität, die dem dort von ihr kritisierten vorherrschenden Patriarchat in die Karten spielt. Anders lese ich das Interview (in voller Länge) nicht.

Kann sein, dass ich etwas doof zitiert habe, Asche auf mein Haupt... :oops:


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BeitragVerfasst: Do 14. Apr 2016, 21:55 
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Registriert: Do 20. Sep 2012, 14:20
Beiträge: 2542
EBeth hat geschrieben:
@Heidi: danke für den Link zum Interview.
Eine angenehmes, aufgeräumtes und klares Statement.

Und was Frauen als Regisseurinnen in Hollywood angeht. Ich bin nicht mit jedem Punkt ihres Interviews einverstanden und teilweise strotzt es auch vor den typisch flachen, stereotypen uninspirierten Fragen, aber dazu die Ausführungen von Julie Delpy ("krass, aber interessant", sage ich da nur insiderisch.. :wink: ):

<<Fühlen Sie sich nach all der Zeit noch fremd in Hollywood? >>
>> Durchaus. Ich kann Ihnen sagen, dass in Los Angeles einige Agenten und Produzenten gezielt unterwegs sind, um Frauen zu verletzen. Das sind Leute, die ihre Macht auf keinen Fall teilen wollen. Das ist verrückt, das ist krank. Dieser patriarchalischen Grundordnung ist schwer beizukommen.

Und über Regisseurinnen:
.... Hollywood hat ein Problem mit Regisseurinnen. Sie kommen dort kaum vor. Es gibt zwischen ihnen keine Solidarität, sie stärken sich nicht gegenseitig.

Und Schauspielerinnen:
...wissen Sie, über Feminismus zu reden und danach zu handeln sind zwei ganz verschiedene Dinge. Viele Frauen wollen dann doch von alten Männern gefilmt werden und das Begehren spüren. Die wütende Rede von Patricia Arquette bei der Oscar-Verleihung vor einem Jahr war toll, aber danach ist nicht viel passiert. >>

http://www.haz.de/Sonntag/Promi-Talk/Li ... ulie-Delpy

Freeheld steht dann aber trotzdem auf dem Programm... Merci für den Tipp...


schön !!

hatte neulich auch ein interview mit ihr gepostet

31135132nx52154/kino-und-tv-filme-f52/wie-in-den-usa-filme-und-serien-produziert-werden-t2403.html#p272552

(ist jetzt kein aufforderung alles, was sie zu protokoll gibt, zu lesen, bin nur so stolz, dass ich mich überhaupt noch erinnere, wo ich was schreibe :mrred: )

mich interessiert das, was sie in interviews sagt

selbst, wenn ich ihr in manchen sachen widerspreche

werde mir das aus der hannoverschen auch durchlesen


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