Zur Folge:
Dass sie uns die direkte Reaktion von Anni auf den Kuss vorenthalten haben, nehme ich ihnen ein bisschen übel. Das Making-Of hatte da wirklich niedliche Szenen versprochen. Aber nun gut, vielleicht wäre der Sprung zu Jasmin, die ihren Punktsieg gegen Anni mit provokanter Anmache feiert, ein bisschen zu groß geworden. Ich gebe zu, ich hab es genossen, Anni mal so dermaßen in der Defensive zu erleben. Sie kann mit Frauen, die ihr die Zügel aus der Hand nehmen, einfach nicht umgehen. Schon gar nicht, wenn sie Jasmin heißen.
Aber es war auch klar, dass dieser Zustand nicht lange anhalten würde. Zu Hause war dann Anni wieder oben auf. Und da schnödes Küssen ja offensichtlich von Jasmin mehr als fair game ist, müssen härtere Geschütze aufgefahren werden - ein Dreier, von dem Anni natürlich wusste, dass Jasmin nicht mitmacht. Bei all ihrer Provokation Anni gegenüber in der U-Bahn, dafür ist sie einfach nicht abgebrüht genug und auch zu schüchtern. Die Szene ist richtig heftig, wie nach Jasmins Lachen die Stimmung von einem Moment auf den anderen kippt und die Spannung zwischen Anni und Jasmin deutlich wird. Annis Blicke waren HOT und Jasmin hat nicht weggeguckt. Auch wenn sie - verständlicherweise - einen Rückzieher macht. Die Manschetten von Anni wären lustig gewesen, wenn Jasmin ja gesagt und ihren Bluff damit hätte auffliegen lassen. Das hätte sie nicht durchgezogen.
Der Morgen danach. Mit dem Konzept der halbwegs diskreten Intimität haben es die Bewohner der WG alle nicht so. Natürlich muss Anni Didi auf dem Frühstückstisch fast vernaschen, sonst wäre es ja nicht möglich, Jasmin ne große Show zu zeigen.
Die Badszene - ehrlich gesagt, weiß ich echt nicht, was man da sagen soll. Mir ist beim ersten Mal schauen die Kinnlade am Schluss runtergeklappt. Anni puscht und puscht und puscht. Das arrogante Grinsen am Schluss hätte ich ihr gern aus dem Gesicht gewischt. Aber es wird sich rächen und zwar bitterlich. Anni spielt bewusst mit dem Feuer, da muss sie sich nicht wundern, wenn sie sich verbrennt. Jasmin wird nicht ewig in ihrem Schockzustand verharren.