Vorab: Das sprechende Spiegelbild hätte es nicht gebraucht, um klarzumachen, dass Jasmin manchmal einen an der Waffel hat.
Dazu reicht es, sich anzusehen, mit wieviel (Selbst)Zerstörungswut sie gerade ihre Ehe an die Wand fährt. Ohne Rücksicht auf irgendjemanden. Die Szene, die sie Kurt am Ende macht, ist mehr als dreist. Für mich provoziert sie die Eskalation und damit auch die Trennung von Kurt und zwar in einer Art und Weise, die jeglichen Weg zurück unmöglich macht.
Ich weiß nicht, wie Janina das macht, aber trotz dieser absolut unmöglichen Aktionen, ist mir Jasmin immer noch ein Stück weit sympathisch. Vielleicht weil sie in erster Linie sich selbst zerstört, auch wenn sie den Kollateralschaden billigend in Kauf nimmt.
Dazu fällt mir immer wieder ein Zitat aus dem Buch "Damage" von Josephine Hart ein: "Damaged people are dangerous. They know they can survive." was noch ein bisschen mehr erläutert wird in dem folgenden Dialog:
"All damaged people are dangerous. Survival makes them so."
"Why?"
"Because they have no pity. They know what others can survive, as they did."
Im Moment kann NIEMAND eine gesunde Beziehung mit Jasmin führen, nicht bevor sie nicht selber wieder klar im Kopf ist und weiß, was sie will und nicht bevor sie lernt, die Konsequenzen ihres Handelns für andere Personen über das eigene Verlangen nach Selbstzerstörung zu stellen. Hoffen wir mal, dass sich Anni nicht allzu sehr die Finger verbrennt.