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Teil 20
Carla stand erstarrt. Um sie herum wurde das Fest immer lauter, aber sie bemerkte nichts. Sie hörte nichts, sie sah nicht, nur die
Augen von Stella.
Stella versuchte durch die Menschenmenge nach Carla zu gehen aber das klappte nicht wirklich. Sie beschloss, auf den Flanken Carla
zu nähern. Sie versuchte ihr das auch klar zu machen, damit sie auch dorthin gehen sollte, aber Carla war noch immer erstarrt.
Schließlich gelang es ihr, Carla zu erreichen.
"Hallo Carla"
"Stella"
"Komm wir gehen nach draußen es ist hier so viel zu tun"
"Stella, äh"
"Carla, komm wir gehen. Wir können hier nicht in die Mitte der Tanzfläche stehen bleiben"
"Stella, wie ... .."
Carla war total verwirrt und konnte kein Wort sagen und war noch auf den Boden genagelt. Stella hatte fast Mitleid mit ihr. Sie musste
etwas tun um Carla da weg zu kriegen, weil um sie herum wurde immer mehr und heftiger getanzt. Sie packte Carla's Hand und
versuchte, sie mit zu nehmen, aber Carla war noch gebannt. Sie hatte keine andere Wahl mehr. Sie ging vor Carla stehen und küsste sie
leidenschaftlich. Nach dem Kuss sah sie das Carla sich entspannte.
"Kommst du mit nach draußen?"
"Ja, aber ich muss Marina informieren, damit ..."
"Nein, nicht nötig. Sie wissen, das ich bin hier"
"Wie meinst du?"
"Komm wir gehen. Ich werde es dir später erzählen. Hier ist es zu voll und die Musik ist zu laut"
Stella griff Carla's Hand und führte sie nach draußen.
"Woher kennst du Marina? Warum weiß sie, dass du hier bist? Stella Ich verstehe es nicht. Ich, mein Gott, was bin ich froh, dass du
hier bist"
"Ich auch Carla Ich auch. Was machen wir, gehen wir irgendwo was trinken? Machen wir einen Spaziergang? Was machen wir?"
"Mmh ich halte es nicht für klug, in diesen Kleidern spazieren zu gehen. Du siehst noch irgendwie normal aus , wenn du den Kap
ausziehst. Aber sieh mich an. So kann ich doch nicht die Straße entlang gehen?"
"Da hast du schon recht, das ist bestimmt keine Wandernkleidung, aber sehr spannend"
"Meinst du?"
"Ja, absolut"
"Äh, gehen wir nach meine Wohnung oder äh ... wo wohnst du?"
"Wo ist Sophia?"
"Bei Alain und Alegria. Ich werde sie morgen wieder abholen. Wieso?"
"Dann gehen wir zu deine Wohnung, aber zum reden Carla "
"Ja, das ist gut. Stella?"
"Ja"
"Wie geht es dir?"
"Gut. Warte, Taxi!"
Sie bestiegen das Taxi und Carla sagte dem Fahrer, wohin sie gehen wollte. Sie saßen nebeneinander angespannt und sagten beide
auch nichts. Die Taxifahrt war kurz. Carla bezahlte der Fahrer, und sie gingen in ihr Appartement.
"Ich werde mich mal umziehen Stella. Setze dich, sorry, aber es ist nicht so groß, und du siehst sofort, wer die wichtigsten Bewohner
dieser Wohnung ist. Bis gleich"
Carla ging zum Schlafzimmer um ihre Kleider zu wechseln und Stella stand im Wohnzimmer und schaute rum.
Es war tatsächlich klar, wer die wichtigsten Bewohner war. In einer Ecke des Wohnzimmers stand das Spielzeug von Sophia, in einer
anderen Ecke waren zwei Staffeleien. Ein großes von Carla und ein kleines von Sophia. Es gab mehrere Zeichnungen von Sophia auf
einem Brett an die Wand. Es war ein Stich durch ihr Herz. Sie hatte Sophia schmerzlich vermisst, aber erst jetzt wo sie
ihre Marke in dieser Wohnung sah, merkte sie, wie viel. Sie packte einen Bär von Sophia und kuschelte ihm kurz.
"Fällt sie dir?"
Stella drehte sich nicht um, weil sie nicht zeigen wollte, dass die Tränen in ihren Augen standen.
"Ja, sie fällt mir. Ich .... " Sie spürte, dass Carla nun hinter ihr stand. "Ich hatte mich früher bei ihr melden sollen, aber ich dachte .. "
"Du bist jetzt hier, und vielleicht ist es besser, dass wir zuerst reden, bevor wir Sophia sagen, dass du hier bist"
"Ja, vielleicht ist das besser. Wie ist ihr?"
"Gut. Sie genießt ihr Leben in Paris. Jetzt wo wir hier leben bemerke ich erst, wie viel sie mitbekommen hat von all die Dramen auf
Königsbrunn. Das tut mir noch am meisten Weh, dass ich das nicht realisiert habe"
"Ich uh Carla uh"
"Shh, ich weiß, du hast es mir gesagt. Ich weiß. Komm wir setzen und hin"
Stella drehte sich um und sah erst jetzt, was Carla trug. Ihr Atem stockte. So sah sie Carla am liebsten. Alle Make-up entfernt, keine
formale Kleidung, aber ein T-Shirt und Shorts. Sie sah verwundbar aus. Stella möchte sie nur küssen, aber hielt sich zurück.
Sie saßen auf der Couch, aber nebeneinander mit einem Abstand. Sie sahen einander an, aber wussten beide nicht, wie das Gespräch
anfangen sollte. Schließlich fing Stella an;
"Woher wusstest du, dass ich in La Champmesle war? Du wusstest es sofort, das sah ich an deine Reaktion. Hat Marina dir gesagt,
dass ich kommen wurde?"
"Äh, ich, äh, es war der Duft deines Parfums und den Kuß. Stella ich äh, Stella keiner gibt mir so ein Gefühl wie du mit nur einem
einzigen Kuss"
Stella sah, dass Carla sich bemühen musste um sich zu beherrschen. Sie errötete sogar. Carla blickte auf und sah das Stella sie mit
einem liebevollen Blick anschaute.
"Wann musst du wieder abreisen?"
"Was meinst du?"
"Ich meine nach Hause. Wie lange bleibst du noch in Paris?"
"Nach Hause muss ich später aber uh Carla, ich uh entschuldige dass ich es nicht schon vorher gemeldet habe, aber ich äh, das
Ereignis, von dem ich dir geschrieben habe ist Roland Garros. Ich lebe in Paris"
"Was? Du lebst in Paris. Nein, ich habe ich dich doch gesehen"
"Was meinst du damit?"
"Ich stand mit Alain für eine Ampel und da kam ein Taxi vorbei und ich sah dich in diesem Taxi sitzen. Stella, ich dachte, ich wäre
verrückt. Wie wahrscheinlich ist es, dass ich dich vorbei fahren sehen in einem Taxi in Paris, sagte Alain und als dich am Telefon hatte,
und Englisch sprachst... ... ... ... ... .... Mmmmm"
Carla's Worte verschwanden in einem Kuss.
"Carla, wir müssen reden, natürlich, aber vielleicht morgen. Ich will dich. Ich will dich jetzt"
"Oh Stella, komm wir gehen in mein Schlafzimmer"
"Carla es gibt etwas, was du wissen sollst"
"Ja, das ist?"
"Ich habe dir gesagt, dass ich eine Schussverletzung hatte. Schussverletzung das war der Grund das sie mich in ruhe gelassen haben.
Er sitzt an der Innenseite meiner Oberschenkel und na ja ... .. mmmm"
Jetzt küßte Carla sie.
"Komm mit mir"
...
_________________ Our live begins to end the day we become silent about things that matter.
Martin Luther King
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