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Teil 17
Nach einem Gespräch mit Stella war Carla total über den Mond. Endlich gab es einen kleinen Hoffnungschimmer. Sie ging zu Alain und
Alegria in Euphorie. Alain und Alegria waren sehr froh, dass Carla und Sophia wieder zu Hause waren. Sophia blieb mit beiden kuscheln,
aber vor allem mit Alegria.
Wenn Sophia zu Bett war nach dem Abendessen, erzählte Carla über ihre Tage in Düsseldorf, aber vor allem über das Gespräch mit Stella.
"Und weißt du jetzt endlich wo sie ist?"
"Nein, Alegria, das hat sie mir nicht gesagt, noch nicht, aber sie hat mir versprochen, mich an zu rufen sobald sie zu Hause ist und dann
machen wir einen Termin um uns zu Treffen"
"Ja, aber das kann also noch eine Weile dauern, weil vielleicht lebt sie in Australien oder am Ende der Welt"
"Das glaube ich nicht"
"Aber darüber bist du doch nicht sicher. Carla ich wüsste schon was zu ... "
"Alegria!"
"Ja, ja, Alain. Ich darf mich nicht einmischen"
"Was ist denn jetzt los? Ihr habe doch keinen Streit wegen Stella und mich! Ich finde es sehr nett von euch, aber dies sollen Stella und ich
wirklich selbst tun und wie es aussieht, wird das schnell geschehen"
"Ach Carla, ich hoffe es. Kind ich sehe doch wie traurig du jedes Mal bist"
"Oh Alegria, ich schätze deine Sorge, aber ich kann es nicht mit Gewalt zwingen. Stella hat alle Karten in der Hand und wie gerne ich es auch
möchte, ich kann das nicht ändern. Sie bestimmt wann wir uns treffen"
"Themawechsel. Carla den nächsten Tagen will ich dich nicht in der Galerie sehen"
"Aber die Vernissage fängt Montag an!"
"Richtig, aber fast alles ist bereit. Du sollst nur noch eine Sache erledigen und das machst du übermorgen mit Marina. Sie möchte noch etwas
mit dir besprechen über das Gemälde, dass sie geht, aber ansonsten ist alles fertig und du nimmst ein paar Tage Frei und genießt. Mach Spaß
mit Sophia und brauchst du einige Zeit alleine, dann werden wir uns um Sophia kümmern"
Carla brachte Sophia am nächsten Morgen in den Kindergarten und dann beschloss sie nach den Notre Dame zu gehen. Es tat ihr wohl gelegentlich
zu einer Kirche zu gehen und nur mal einem Moment des Nachdenkens zu haben. Dann ging sie zu einer Kosmetikerin und genoss die Behandlungen.
Nach dem Besuch der Kirche und das Beauty-Center, fühlte sie sich wie neugeboren. Auf dem Heimweg ging sie vorbei an einem Geschäft für
Malutensilien. Ohne Zweifel ging sie hinein und kaufte den verschiedenen Arten von Farben, Pinsel, Leinwand und eine kleine Staffelei. Seit sie in Paris
lebte, hatte sie nicht gemalt, ja sie hatte schon einige Skizzen gemacht aber Malen, nein. Als sie alles bezahlen wollte, stand an der Kasse ein
Malutensilien für Kinder. Dieser kaufte sie auch. Heute Mittag mit Sophia malen. Schön ein wenig Zeit miteinander verbringen.
Carla hatte einen großartigen Tag. Keine Arbeit heute einfach nur Entspannen. Nur Morgen hatte sie einen Termin mit Marina und dann bis zum Montag
keine Geschäftstermine.
"Hallo mein Schatz. Hattest du Spaß in der Schule?"
"Ja Mama, sie sagten, sie hätten mich vermisst"
"Ich habe dich auch vermisst, aber ich habe eine Überraschung zu Hause"
"Oh Yippie, was ist es?"
"Das sage ich nicht, sonst ist es keine Überraschung, denn ich weiß nicht, ob wir die Überraschung auspacken werden"
"Warum nicht?"
"Habe ich schon einen Kuss bekommen?"
"Oh, sorry"
Carla saß auf ihrem Hüften und Sophia schlug ihren Armen um Carla's Hals und gab ihr einen dicken Kuss.
"Hey, was ist das auf deinem Knie?"
"Ich bin gefallen und habe einen Pflaster bekommen"
"Und was für eine, wie ich sehe einen Hello Kitty. Tut es noch weh?"
"Ja, Trägst du mich?"
"Ein kleines bisschen dann, aber dann läufst du selber wieder. Kommst du mit nach Hause?"
"Ja"
Carla stand hinter ihre Staffelei und versuchte Sophia zu skizzieren Sophia die gegenüber sie stand. Sie musste in sich selbst lachen, weil Sophia sehr
konzentriert hinten ihren Staffelei stand. Carla sah das sie ihr kopierte. Mit die gleichen Intensität womit sie Sophia beobachtete, beobachte Sophia sie.
"Klappte alles Schatz?"
"Ja, ich bin fast fertig"
"Darf ich mal sehen?"
"Nein, erst wenn es fertig ist. Bist du schon fertig?"
"Nein, noch lange nicht"
"Darf ich mal sehen?"
"Wenn du fertig bist"
"Fertig!"
Sie veränderten Stellen. Sophia sah sofort, dass Carla ihr gezeichnet hatte. Carla stand Aufmerksam die Malerei von Sophia's zu studieren. Natürlich war
es ein Kinder-Zeichnung, aber die Zusammensetzung war richtig. Die Farbwahl war gut.
"Findest du es schön Mama?"
"Ich liebe es"
Sophia strahlte vor Stolz.
"Wir lassen es gut trocknen und dann lassen wir es Rahmen"
"Ja, und dann geben wir es Stella"
"Oh, warum Stella?"
"Die wollte doch ein Gemälde für ihr Hotel?"
"Das hat... woher weißt du dass?"
"Weiß nicht"
"Hmm, ich muss etwas auf meine Worte achten. Sie bekommt mehr mit, als ich denke" dachte Carla.
"Weißt du was, wir machen ein Bild und senden es an Stella"
"Ja, oder einen Film"
"Nun, dann gehen wir jetzt waschen und umziehen und dann gehen wir zusammen essen in einem Restaurant",
"Pizza?"
"Pizza!"
"Welches Kleid willst du anziehen Sophia?"
"Das Rote, weil es schön zu mein Gemälde für Stella passt. Machst du auch ein Film Mama?"
Carla schnappte die Kamera.
"Er dreht, sagst du was zu Stella"
"Hallo Stella, ich habe ein Gemälde für dich. Schau! Mama sagt, wir lassen einen Rahmen machen und dann kannst du es in dein Hotel hängen"
"Willst du noch mehr zu Stella sagen?"
"Ja, ich habe mein Knie kaputt und jetzt habe ich ein Hello Kitty Pflaster. Schau! Ach ja, und Mama und ich gehen gleich Pizza essen in ein Restaurant.
Wann kommst du uns besuchen und wieder bei uns .... "
"Sophia, wollen wir noch zusammen zu Stella winken?"
"Ja!"
"Warte ein Moment, ich muss die Kamera, Ja gut so. Bist du so weit?"
"Ja"
"Okay, dann zähle ich bis drei und dann sagen wir beide Hallo zu Stella und winken. Okay? Eins, zwei "
"Hallo Stella!"
Am gleichen Abend schickte Carla den Film zu Stella.
Die öffnete die Mail erst am nächsten Morgen, als sie schon im Hotel war. Das erste Mal das sie den Film sah, war der Ton nicht an und sie sah, Sophia
und Carla nur, aber das verursacht schon einige Träne. Als sie den Film nochmals sah, aber diesmal mit Ton, weinte sie wie ein kleines Kind.
"Es reicht. Ich muss einfach ein paar Tage frei und ein für alle Mal es mit Carla klären"
...
_________________ Our live begins to end the day we become silent about things that matter.
Martin Luther King
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