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Ich wünsch euch einen schönen Sonntag.
lg
Teil 10
Nachdem Carla Sophia in den Kindergarten gebracht hatte, ging sie in die Galerie. Sie wollte noch was besprechen
mit Alain, bevor ihre Verabredung mit Marina.
"Morgen Alain"
"Morgen Carla, und"
"Und was?"
"Wie war dein Gespräch mit Stella?"
"Ich weiß es wirklich nicht. Ich fand es sehr schön, ihre Stimme zu hören, aber sie klang ein wenig distanziert und,
nun, ich weiß es einfach nicht. Ich habe das Gefühl, dass es schlecht mit ihr geht, aber sie sagte nichts darüber"
"Weißt du jetzt, wo sie ist?"
"Nein, das hat sie nicht gesagt. Ich habe es gefragt, aber sie wurde weggerufen"
"Carla. Setze dich. Ich muss mit dir reden"
"Was bist du auf einmal ernst Alain"
"Carla, Du bist eine sehr zuversichtlicher Geschäftsfrau. Du bist eine liebevolle und konsequente Mutter"
"Aber?"
"Aber wenn du von Stella redest, bist du unsicher, bist du voller Zweifel und schon gar nicht konsequent. Carla, du
musst etwas dagegen tun, denn ich sehe wie es dich quälst. Ruf sie an und sag ihr, das du sie sprechen möchtest.
Sollst du dazu zum andere Seite der Welt reisen, gehe. Wir kümmern uns um Sophia"
"Das ist leicht gesagt"
"Ja, aber ich meine es"
"Ja, ja. Ich werde es versuchen. Themawechsel. Alain, ich glaube, ich habe die ersten Künstler für unsere Vernissage
neuen Stil gefunden"
"Sag mir, was ist ihr Name?"
"Ihr Name ist, woher weißt du, das es eine Frau ist?"
"Carla, komm schon, was sollst du denn mit einem Mann?"
"Okay, ihr Name ist Marina Felix. Ich habe sie schon mal getroffen in Düsseldorf. Wir kennen einander gut. Ich glaube,
sie wird zustimmen"
"Du glaubst? Hast du es noch nicht mit ihr besprochen?"
"Nein, wir treffen uns heute zum Mittagessen und dann werde ich es Vorschlagen, aber ich kenne sie gut genug. Sie findet
es ein guter Plan"
"Okay. Na, dann viel Spaß beim Mittagessen" und er gab ihr einen Zwinkern.
Carla errötete ein wenig.
Sie kam zu spät bei Chez Clement. Als sie ankam, sah sie das Marina schon da war.
"Sorry, ich bin spät dran"
"Oh, das ist wohl dein adliger Auftritt"
"Marina, hör bitte auf mit diesen Anspielungen. Ja, ich komme aus einer adeligen Familie, und ja, ich bin in dieser Tradition
erzogen, aber ich habe es hinter mir gelassen. Würdest du bitte damit aufhören?"
"Schon gut, Lass uns essen"
Carla erzählte Marina während des Mittagessens über ihre Pläne für die Galerie. Sie sprach über den Vernissage neuen Stil
und schließlich fragte sie Marina, ob sie den Vernissage neuen Stil mit ihrer Bilder öffnen wollte.
"Ach Carla, damit überrascht du mich. Ich hatte mit vorgenommen, dass nie wieder zu tun"
"Aber wie präsentierst du deine Kunst dann?"
"Eine Agentur"
"Klar, aber dies ist noch eine weitere Dimension?"
"Oh, das sagen doch alle"
"Ja aber ich bin doch nicht alle? Hier ist der Plan im kurzen, lese es durch und dann entscheide dich. Ich würde es lieben,
wenn du es machen wurdest"
"Gut. Ich lese es und mach dann eine Rücksprache mit meiner Agentin, ob es in ihrer Strategie passt. Erzähl mir jetzt mal,
was der Grund für deinen flucht aus Düsseldorf war"
Carla erzählte über, was geschah nachdem Johannes gestorben war. Der ewige Kampf mit Ansgar, wie er den Willen gefälscht
hatte, wie er Maria manipuliert hatte. Wie sie Stella getroffen hatte und wie ihre Beziehung sich mühsam entwickelte von einer
Arbeitgeber/Arbeitnemerbeziehung zu einer Liebesbeziehung.
"Aber wo ging es falsch?"
"Stella wollte weg von den Intrigen und ein neues Leben zu Dritt anfangen. Maria hatte dass gehört und beschloss Stella zu helfen,
damit sie mir los werden"
"Ja, und was ist das Problem?"
"Ich hörte ein Gespräch zwischen Maria, Ansgar und Stella und dachte Stella beteiligte sich in ihrem Plan. Ich habe ihr so verletzt
und die Beziehung in meinem Zorn sofort gebrochen. Ich gab ihr keinen Öffnung mehr, um mit mir zu reden. Als ich zum vollen
realisierte, was ich getan hatte, und dass Stella gar keinen schuld hatte, war es zu spät. Sie war verschwunden und unauffindbar"
"Aber du hast doch wieder Kontakt?"
"Nicht wirklich. Ich habe sie gestern sehr kurz gesprochen, nachdem sie mit Sophia gesprochen hatte"
"Glaubst du, es kommt jemals wieder in Ordnung zwischen euch?"
"Ich weiß nicht, aber ich hoffe es. Ich hoffe zumindest, das sie mir die Chance gibt zu reden und ich meine wirklich reden, nicht per
Telefon oder E-Mail"
"Carla, malst du noch?"
"Selten, es geht einfach nicht"
"Ich werde jetzt zahlen und dann gehen wir in mein Atelier und dann gehst du mal wieder malen"
"Aber ... "
"Kein aber, ruf deinen Chef an, dass du nicht mehr kommst heute, weil du dein Plan mit den ersten Künstler besprechen musst"
Sie gab Carla einem Augenzwinkern und ging zahlen.
Carla rief Alain an. Er sagte ihr, sich Zeit zu nehmen, Alegria wurde Sophia abholen.
Marina hatte ein Atelier im Quartier Latin. Sie gingen dort hin mit die U-Bahn. Das Atelier war nicht groß, hatte aber ein gutes Licht
und Atmosphäre. Während Carla eine Reihe von neueren Werken von Marina ansah, zog Marina sich um.
"Carla, hier hast du ein T-Shirt und Hose. Ziehe die an, damit deine Kleidung nicht schmutzig wird von die Farbe"
"Danke, wo kann ich umziehen?"
"Äh hier"
"Aber ... "
"Ach komm schon, göhn mir doch mal einen Blick auf deinen perfekten Körper. Nein, du errötest"
"Marina, du versuchst doch nicht mich zu verführen? Was wurde Josephine dazu sagen?"
"Josephine und ich haben eine sehr gute, aber sehr offene Beziehung Carla" sagte sie mit einem Zwinkern zu Carla.
...
_________________ Our live begins to end the day we become silent about things that matter.
Martin Luther King
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