Heidi.M hat geschrieben:
hoppetosse hat geschrieben:
Heidi.M hat geschrieben:
ja, in die Richtung geht es
es gab auch schon japanische Forscher, die aus Hautzellen von Mäusen pluripotente Stammzellen gemacht haben und daraus dann wieder Eizellen
das ist auch für Frauen jenseits der Wechseljahre interessant und könnte sie irgendwann zeitlich unabhängig machen, was ihren Kinderwunsch angeht
ich finde das eigentlich okay
ich wunder mich immer, wenn Leute mit 70 noch Kinder kriegen, da hätte ich keinen Nerv mehr zu, schätze ich, aber wer möchte
solange sie es noch selbständig hochheben können
Naja, ich denk ne Schwangerschaft zehrt doch noch anders an den Kräften - es heisst ja nicht umsonst Risikoschwangerschaft, wenn man über 45 ist.
Ja, kann ich auch nicht verstehen. Aber bisher sind es ja nur die Herren, die mit über 70 noch Kinder kriegen und die können sich ja da meist gut rausziehen, wenn es ihnen zu viel wird

Für mich ist das alles immer noch sehr skuril, auch das ganze Schönheitsmodellieren oder Geschlechtsumwandlungen.
Es geht halt alles weg von dem Anerkennen, was ist.Auch wenn ich natürlich jedem das Recht zuspreche, das so zu handhaben wie er/sie es für richtig hält und eben nicht in dessen Haut stecke.
Ich denke, das technische Machbarkeit Bewusstsein verändert - ob das dann positiv oder negativ ist? Keine Ahnung...
Geschlechtsumwandlungen sind für mich noch ne andere Kategorie als Schönheits-OPs
weil ich denke, dass es bei Geschlechtsumwandlungen gerade darum geht, dass Du das, was Du bist, auch äußerlich wirst
und da Leute wirklich auch psychisch von etwas befreit werden, was sie nicht leben können/wollen
finde ich eigentlich sehr positv, wenn das zum Beispiel operativ immer sicherer und besser gelingt
Schönheits-OPs sind nicht meins
sage ich jetzt

Naja, für mich geht es aber auch damit einher, letztlich die binäre Sichtweise sehr zu stärken. Ich kann nur Mann in nem männlichen Körper sein und nur Frau in nem weiblichen. Andererseits ist es eben in unserer Gesellschaft sehr schwer, wenn Du nicht Rollenkonform auftrittst. Der Druck ist immer noch enorm. Ein Junge in nem Kleid geht einfach nicht. Oder sich nicht binär einzuordnen und ein Mensch zu sein, der nen Kleid trägt.
Habe gerade von einer/m Intersexuellen gelesen, dass Journalisten erzählten, sie hätten nicht die Erlaubnis bekommen, in Artikeln über sie/ihn/sie die entsprechende Terminologie they/them zu benutzen. Ugh, in Deutsch weiß ich gar nicht, wie ich das benennen soll!
Ich weiss nicht, wie es ist, wirklich ganz und gar mit dem gegebenen Körper nicht klar zu kommen.
Als Kind/Jugendliche (bis so ca.15) wollte ich auch lange kein Mädchen sein. Mich als Lesbe zu definieren war der Ausweg aus dem binären Frau oder Mann Ding. Das hatte aber auch mit innerer und äußerer Mysogynie zu tun und einer Aversion gegen patriarchale Mann-Frau Dynamiken. Pubertät war gruselig. Brüste, oh Gott! Wenn es damals alles so halbwegs akzeptiert und machbar gewesen wäre, wie heute, wer weiss, ob ich nicht auch bei solch OP-Überlegungen gelandet wär.
Heute (oder schon in meinen Studentenjahren) hätte ich das sicher nicht mehr machen wollen. Und sehe es eher so, dass ich in meiner weiblichen Form, die ich habe, alles sein kann, was ich will (zumindest im Idealfall)...

Aber ich kann natürlich nicht in jemanden hineingucken, dem es so wichtig ist, dass er/sie diesen großen Schritt geht und sich so einfach falsch anfühlt im derzeitigen Körper. Dazu gehört ja viel Mut und die Gewissheit, dass man das wirklich will und es das Richtige ist, denn es ist ein nicht rückgängig zu machender Schritt. Für manche ist es das Einzige, was eine/n vom Selbstmord abhält. Und wenn Menschen sich dadurch so befreit und endlich richtig fühlen, ist das gut.
Aus der Entfernung betrachtet, glaube ich, dass die Menschheit da insgesamt neue Erfahrungen machen will, bzgl. was es bedeutet/wie es ist Frau oer Mann zu sein bzw. auch darüber hinauszugehen und sich als non-binär zu definieren (ist für mich ne neue, andere Interpretation von emanzipatorischer Equality und andererseits hat es für mich auch ne Verbindung zu dem spirituellen Wissen, dass jeder alles ist & die Quelle dahinter eh non-binär.)
