Ja, ich hab es mir angeschaut.
Hier übrigens die einführenden Worte mit der Tanzeinlage oder was immer das sein sollte.
https://www.youtube.com/watch?v=mGR-5WjuzPkIch respektiere 1. erstmal, wenn sich afrodeutsche Menschen (die Schreibende ist afrodeutsche Schauspielerin) sich dadurch verletzt fühlen. Weil ich glaube, dass ich das u.U. genauso wenig voll nachvollziehen kann, wie z.B. Heteros (z.B. im SdL Forum bei denen Du keine Lust mehr hattest, mit ihnen zu reden) die Verletzlichkeiten von der LGBT Szene.
2. Die ganze Einführung war schon eine Verarsche der amerikanischen Mentalität - das pathetisch-emotionale-leidenschaftliche, das Reden aus dem Herzen. (Das ist mir dann doch lieber als das intellektielle Hochfeiern von Sarkasmus/Komik/Blödeln auf Kosten anderer, die es aus Herzen ernst meinen.)
3. Wenn man mit spirituellen Dingen nicht viel anfangen kann, kann man das sicherlich witzig finden.
Ich absolut nicht. Es ist geschmacklos. Und egal von welcher Seite es kommt, ich lasse mir von niemandem vorwerfen, ich verstünde keinen Humor. (Hier kann ich mich wohl mit dem Publikum gleichsetzen).
Zitat:
Was ich dagegen wirklich als störend empfand, waren diese größtenteils bierernsten Gesichter im Publikum. Dieses "Oh Gott, hier sitzen ein paar ehemalige US-Stars mit im Saal und denken bestimmt, wir Deutschen haben keinen Humor".
Zitat:
Ich finde ja, Humor muss man jeden Tag üben. Und Annette Frier und Matthias Matschke haben halt geübt. Sie hatten kein Problem richtig albern zu sein. Ich finde das okay. Können gerne bei mir in der Wohnung weitermachen. Gebe ihnen dann einen aus.
Albern. Joa - war es. Finde nur, dass das nicht auf ein solches Event passt. Es war nicht als Komedy-Show oder Blödel-Karneval ausgegeben. In einem anderen Kontext ohne Bezug auf die USA und nur als witzeln über Rituale im Allgemeinen (von Leuten, die selbst etwas damit anfangen können) hätte ich es sicher anders empfunden. Hier hatte es den feierlichen Kontext, den Kontext zu Amerika und den Kontext zu PoCs.
Übrigens, nicht nur afrodeutsche, sondern generell viele aus den unterschiedlichsten Indigenen Kulturen, würden sich dadurch verletzt fühlen. Gerade weil es von weißen kommt, die Ihnen jahrhunderte lang ihre Kultur aufgezwungen haben, dies heute noch tun, dann aber kulturelle Aneignung betreiben auf einer ziemlich flachen, benutzenden Ebene.
Hab da in letzter Zeit viel mit indigenen amerikanischen Frauen drüber gesprochen.